Innovativer Kampf gegen Keime
Preisverleihung

Innovativer Kampf gegen Keime

Erfurt

Der Innovationspreis „ADKA“ geht in diesem Jahr an ...

Der Innovationspreis "ADKA" geht in diesem Jahr an die Antibiotic Stewardship (ABS)-Teams der Helios Region Mitte. Überzeugt haben die Ärzte, Hygieniker und Apotheker mit einer fortschrittlichen Idee zur Eindämmung resistenter Keime. Die Juroren setzen auf Strahlkraft weit über das Gesundheitsunternehmen Helios hinaus.

Um antibiotikaresistenten Keimen den Kampf anzusagen, wurden in verschiedenen Helios Kliniken der Region Mitte ABS-Team etabliert, welche im Rahmen von gesonderten Visiten den Einsatz von Antibiotika prüfen. Soweit entspricht das den vorgegebenen Leitlinien. Um die Arbeitsabläufe zu optimieren und eine zeit- und ressourcenschonende Dokumentation zu ermöglichen, werden in vielen Helios Kliniken der Region Mitte ePens verwendet. Diese innovative Verknüpfung mit digitalen Medien gab den Ausschlag für die Auszeichnung. Denn die unscheinbaren "digitalen Kugelschreiber" übertragen handschriftliche Aufzeichnungen aus den ABS-Visiten mittels Infrarot-Kamera auf die Computer. Um dies zu ermöglichen, wurden neben den ePens dazugehörige Programme entwickelt und als Verbindungsstück spezielle Formulare entworfen. So stehen die Daten zur digitalen Auswertung und beispielsweise für darauffolgende Schulungen zu Verfügung. Parallel können durch die handschriftlichen Aufzeichnungen Ärzte und Krankenpfleger sofort medizinische Maßnahmen einleiten. Außerdem ist die neuartige Technologie in der Lage Rechtschreibfehler und fehlende Daten zu erkennen und darauf aufmerksam zu machen. Ebenfalls in die Bewertung eingeflossen ist, dass nach der Entwicklung der Verfahren in Erfurt bereits eine Ausweitung auf weitere Helios Kliniken der Region Mitte erfolgte.

Die beiden Erfurter Apothekerinnen Luise Kunkel (l.) und Christin Fallenstein haben den Innovationspreis des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) am 4. Mai in Stuttgart entgegen genommen.

Um antibiotikaresistenten Keimen den Kampf anzusagen, wurden in verschiedenen Helios Kliniken der Region Mitte ABS-Team etabliert, welche im Rahmen von gesonderten Visiten den Einsatz von Antibiotika prüfen. Soweit entspricht das den vorgegebenen Leitlinien. Um die Arbeitsabläufe zu optimieren und eine zeit- und ressourcenschonende Dokumentation zu ermöglichen, werden in vielen Helios Kliniken der Region Mitte ePens verwendet. Diese innovative Verknüpfung mit digitalen Medien gab den Ausschlag für die Auszeichnung. Denn die unscheinbaren „digitalen Kugelschreiber“ übertragen handschriftliche Aufzeichnungen aus den ABS-Visiten mittels Infrarot-Kamera auf die Computer. Um dies zu ermöglichen, wurden neben den ePens dazugehörige Programme entwickelt und als Verbindungsstück spezielle Formulare entworfen. So stehen die Daten zur digitalen Auswertung und beispielsweise für darauffolgende Schulungen zu Verfügung. Parallel können durch die handschriftlichen Aufzeichnungen Ärzte und Krankenpfleger sofort medizinische Maßnahmen einleiten.  Außerdem ist die neuartige Technologie in der Lage Rechtschreibfehler und fehlende Daten zu erkennen und darauf aufmerksam zu machen. Ebenfalls in die Bewertung eingeflossen ist, dass nach der Entwicklung der Verfahren in Erfurt bereits eine Ausweitung auf weitere Helios Kliniken der Region Mitte erfolgte.

Seit ca. 80 Jahren werden Antibiotika gegen krankheitserregende Bakterien eingesetzt. In den letzten Jahren entwickelten sich aber zunehmend  resistente Keime, gegen die das Antiinfektiva keine Wirkung mehr zeigt. Die Ursache:  Patienten werden zu häufig, zu lange und auch teilweise mit falschen Wirkstoffen behandelt. Ziel der ABS-Visite ist es, diese Fehler zu erkennen und Verordnungen ggfs. zu korrigieren. Damit kann das Bewusstsein für die Problematik geschärft werden und sich ein langfristiger Lerneffekt einstellen.

ABS-Teams in der Helios Region Mitte

In den Helios Kliniken der Region Mitte bestehen die ABS-Teams aus Ärzten, Hygienikern und Apothekern. Sie alle haben eine Weiterbildung zum ABS-Experten absolviert. Für spezielle Fragen stehen den Teams Mikrobiologen zur Seite. Jede Woche erfolgen aktuell auf bis zu sieben Stationen ABS-Visiten. Dafür werden zunächst pro Station die Daten der Patienten erfasst, die Antiinfektiva erhalten. Auf dieser Basis bereiten sich alle Experten entsprechend ihrer Spezialisierung vor: Die Ärzte verschaffen sich einen Überblick über den Fall inklusive diagnostischer, mikrobiologischer und klinischer Daten. Außerdem prüfen sie die Auswahl und Dosis des Antibiotikums. Die Hygienikerin untersucht ob hygienische Risiken wie multiresistente Keime vorliegen. Der Apotheker überprüft die Medikation auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und passt sie individuell, unter Berücksichtigung aller vorhandenen Krankheiten, an. Am Ende profitiert der Patient: Das richtige Medikament in der richtigen Dosierung beschleunigt bestenfalls den Genesungsprozess und er kann bald wieder nach Hause entlassen werden.

Die Helios Region Mitte umfasst die Bundesländer Thüringen, Hessen sowie Teile von Nordbayern (Franken) mit insgesamt 42 Gesundheitseinrichtungen. Im Einzelnen zählen 18 Akutkliniken mit insgesamt 4.700 Betten, eine Rehabilitationsklinik, fünf Seniorenpflegeeinrichtungen mit 450 Plätzen und 18 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) dazu. 2017 wurden in den Kliniken der Region knapp eine Million Patienten behandelt, davon mehr als 212.000 stationär und 760.000 ambulant. Mit ihren mehr als 13.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leistet die Region wesentliche Beiträge und Impulse zur Weiterentwicklung des Unternehmens.