Erstes Thüringer Uroonkologisches Zentrum

Erstes Thüringer Uroonkologisches Zentrum

Erfurt

Zertifizierung durch die Deutsche Krebsgesellschaft

Die Behandlung seltener Krankheiten, stundenlanges Operieren bei höchster Konzentration, Patienten auf ihrem Weg zur Genesung begleiten – das alles ist für Ärzte, Pflegende und Therapeuten selbstverständlich. Wenn ihnen aber einmal im Jahr Mitarbeiter des Unabhängigen Zertifizierungsinstituts der Deutschen Krebsgesellschaft über die Schultern schauen und sehr detaillierte Fragen haben, dann stellt sich schon mal Nervosität ein. Mehrere Tage lang werden u.a. Stationsleitungen, Fachschwestern und Ärzte bei diesen so genannten Audits befragt. Patientendaten, Informationsmaterial und viele weitere Qualitätskriterien kommen unter die Lupe.

Ganz besonders anstrengend sind diese Prüfungen, wenn es um eine so genannte Erstzertifizierung geht. „Die Vorbereitungen laufen über Monate. Und trotzdem ist man nervös. Es ist eben eine Prüfung“, erklärt Prof. Dr. med. Thomas Steiner. Und er strahlt dabei übers ganze Gesicht. Denn er und sein Team haben diese anstrengenden Tage hinter sich – und können ein Novum für Thüringen vermelden: Im Helios Klinikum Erfurt ist das erste Uroonkologische Zentrum ausgewiesen.

„Die Vorbereitungen laufen über Monate. Und trotzdem ist man nervös. Es ist eben eine Prüfung.“

Prof. Dr. med. Thomas Steiner | Chefarzt Urologie

Stolz hält der Chefarzt der Urologie das Zertifikat in den Händen. Es ist Beleg für einwandfreies Arbeiten. Und es ist eine Orientierungshilfe für Patienten, die auf der Suche nach bestmöglicher Behandlung sind.

Am zertifizierten Uroonkologischen Zentrum werden Patienten mit den unterschiedlichsten urologischen Krebserkrankungen behandelt. Dazu gehören nicht nur Prostata-, Blasen- und Nierenkrebs, auch Hoden und Penis können bösartige Tumoren entwickeln. Die Klinik ist seit Jahren für das große Spektrum an urologischen Tumoroperationen mit Schwerpunkt des Funktions- und Organerhalts aber auch ihre Expertise in der medikamentösen Tumortherapie bekannt. Neben der Behandlungsqualität gab vor allem die Teamarbeit den Ausschlag für die Entscheidung der Prüfkommission. Die Urologen arbeiten von jeher eng mit weiteren Experten wie Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen zusammen. Und beziehen dabei auch niedergelassenen Ärzte über das interdisziplinäre Tumorboard eng mit ein.

In dieser zukünftig auch online für externe Partner zugänglichen Konferenz wird jeder Fall und die bestmögliche Therapie individuell besprochen. Wenn der Patient aus dem Krankenhaus entlassen werden kann, ist der behandelnde Arzt so schon umfassend informiert und kann die weiteren notwendigen Schritte gezielter einleiten.