Unser Prostatakarzinomzentrum

Unser Prostatakarzinomzentrum

Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor beim Mann. In vielen Fällen bestehen gute Chancen auf Genesung. Aber selbst wenn keine Heilung erreicht werden kann, haben wir heute Möglichkeiten, das Tumorwachstum zu beeinflussen und Ihnen ein hohes Maß an Lebensqualität zu erhalten.

Eine Bitte an erster Stelle: Gehen Sie zur Vorsorge! Denn frühzeitig erkannt, ist Prostatakrebs in vielen Fällen heilbar. Was wir im Fall einer Krebserkrankung tun können, lesen Sie hier.

Die Urologische Klinik des Helios Klinikums Erfurt ist eine der wenigen Kliniken in Deutschland, die alle derzeit anerkannten Methoden zur Heilung mit großer Erfahrung anbieten kann sowie die Behandlungsergebnisse bereits seit 1993 kontrolliert und seit mehr als 10 Jahren regelmäßig veröffentlicht.

Das können wir für Sie tun

Zur Behandlung des Prostatakarzinoms gibt es viele, teils sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Zahlreiche Umstände, wie z. B. Differenzierungsgrad und Ausbreitung des Tumors, Probleme beim Wasserlassen, aber auch das Alter, Gesundheitszustand und Vor- und Begleiterkrankungen des Patienten fließen in die Überlegungen ein. Welche Therapie letztlich gewählt wird, ist eine individuelle Entscheidung, die wir mit Ihnen gemeinsam treffen.

Folgende Therapieverfahren wenden wir an:

  • Radikale Prostatektomie
    Operative Entfernung der Prostata, Samenblasen und Beckenlymphknoten. Je nach Ausbreitung und Wunsch des Patienten mit oder ohne Schonung der für die Potenz wichtigen Nerven.
  • Low-Dose-Rate Brachytherapie (Seeds)
  • High-Dose-Rate Brachytherapie (Afterloading)
  • Perkutane Bestrahlung
  • „Active Surveillance“
    In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, zunächst abzuwarten, also eine „Active Surveillance“-Strategie zu verfolgen, um sich gegebenenfalls erst später für eine bestimmte Therapie zu entscheiden.

Nach der Behandlung

Nach einer Operation oder Bestrahlung kümmern wir uns weiter um Sie. Noch vor Entlassung aus dem Krankenhaus erledigt unser Patientenservicecenter die nötigen Formalitäten für die Anschlussheilbehandlung (AHB) in einer Rehabilitationsklinik. In einer posttherapeutischen Konferenz beurteilen wir das Behandlungsergebnis gemeinsam mit Ihrem Urologen und Ärzten der beteiligten Fachdisziplinen und schlagen einen Plan zur weiteren Betreuung vor. Weil wir keine Geheimnisse haben und Sie als Patient im Zentrum aller Bemühungen stehen, ist es für uns selbstverständlich, dass Ihnen alle Briefe und Empfehlungen der Klinik auch nach Hause geschickt werden.

Auch später stehen wir mit Ihnen und Ihrem Urologen in Kontakt.

Halbjährlich bitten wir Sie und Ihren Urologen um die Ergebnisse der Nachsorge, so dass eine ständige Qualitätskontrolle stattfinden kann, von der letztlich die Patienten profitieren.

In regelmäßigen Konferenzen besprechen wir die Behandlungsergebnisse und -verläufe unserer gemeinsamen Patienten. Falls es Hinweise für ein Wiederauftreten der Erkrankung gibt, legen wir den weiteren Behandlungsweg fest. 

und ...

Auch in Fällen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist oder sogar schon Beschwerden bestehen, gibt es erfolgreiche Strategien und Behandlungsmöglichkeiten. Hierbei wird, in Absprache mit Ihnen, die Erhaltung der Lebensqualität im Vordergrund stehen:

  • „Wait and See“
  • Hormonbehandlung
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Radionuklidtherapie (Radium 223-Applikation)
  • Individuelle medikamentöse Schmerztherapie

Wenn Sie und Ihr Urologe es wünschen, wird Ihr Fall ebenfalls in einer interdisziplinären Konferenz besprochen, die in einen Behandlungsplan mündet. Während Hormon- und Chemotherapie in erster Linie in den Händen unserer niedergelassenen Kollegen liegen, kommt bei der Strahlentherapie, Radium 223-Applikation und der Schmerztherapie die Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung zum Tragen.

Wesentliche Fortschritte in der Medizin sind das Ergebnis von Studien. Das heißt, die Verläufe verschiedener Behandlungen werden sorgfältig beobachtet, dokumentiert und ausgewertet. Auch wir bringen Patienten, die nach ausführlicher Aufklärung zugestimmt haben, in Studien ein, die von der Deutschen Gesellschaft für Urologie unterstützt werden. Dabei ist für die Sicherheit und den Datenschutz gesorgt.

Ein starkes Team für Ihre Gesundheit

Es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit Urologen in Erfurt und Umgebung sowie der Prostatakrebs SHG Erfurt (Selbsthilfegruppe): (Stand: 1.5.2015)

  • Dr. med. A. Fichte (QM*)
    Urologe und Medikamentöse Tumortherapie
    Geschwister-Scholl-Str. 6
    99085 Erfurt

  • Dr. med. T. Kurt (QM*)
    Urologe und Medikamentöse Tumortherapie
    Juri-Gagarin-Ring 94
    99084 Erfurt

  • Dipl.-Med. A. Hagemann
    Urologe
    Moskauer Platz 15
    99091 Erfurt

  • Dr. med. S.-M. Saitz
    Urologe und Medikamentöse Tumortherapie
    Schillerstr. 41
    99096 Erfurt

  • Frau S. Schneider
    Urologin
    Neuwerkstr. 2
    99084 Erfurt 

  • S. Stukin
    Urologe
    Lagerstr. 24
    99086 Erfurt

  • Dr. med. St. Sturm
    Urologe und Medikamentöse Tumortherapie
    Tschaikowskistraße 22/24
    99096 Erfurt

  • Dr. med. K. Waßmann
    Urologe
    Blumenstr. 92
    99092 Erfurt

  • Dipl.-Med. M. Kellert
    Urologe
    Haselnussallee 5
    99095 Erfurt

  • Dr. med. H.-W. Surrey
    Urologe
    Helenenstr. 10-12
    99867 Gotha

  • Dr. med. H.-P. Jahn
    Urologe
    Georgenstr. 18-22
    99817 Eisenach

  • Dr. med. Th. Löber
    Urologe
    Franz-Mehring-Str. 10
    99610 Sömmerda

  • Dr. med. F. Sallmon
    Urologe
    Marktplatz 13
    99610 Sömmerda

  • Frau Dr. med. M. Gutermann
    Urologin
    Am Neuen Ufer 37
    99974 Mühlhausen

  • Frau Dr. med. Margit Gentzel / Dipl. med. St. Lauterbach
    Urologen
    Hospitalstr. 2
    99706 Sondershausen

  • Frau Dr. med. K. Herrling
    Urologin
    Bahnhofstraße 33
    06526 Sangerhausen

  • Dres. med. St. Mohr und A. Hellmut
    Urologen
    Lindenstr. 16
    98693 Ilmenau

  • Dres. med. G. Eschholz und H. Filz
    Urologen und Medikamentöse Tumortherapie
    Carl-August-Allee 14
    99423 Weimar

  • Dipl. med. St. Kowalik
    Urologe
    Goerdelerstr. 2
    99510 Apolda

  • Dr. med. R.-P. Römer
    Urologe und Medikamentöse Tumortherapie
    Markt 9
    06567 Bad Frankenhausen

  • M. Kiwan
    Urologe
    Langensalzaer Landstr. 1
    99974 Mühlhausen

  • Drs.-Med. M. Herbst und Ch. Linder
    Bahnhofstraße 8
    99734 Nordhausen

  • R. Arndt Schützenberg
    1099867 Gotha

  • Dr. med. J. Bauersfeld
    Bahnhofstraße 17
    99734 Nordhausen

  • Dr. med. Udo T. Becker
    Petristr. 21
    37308 Heilbad Heiligenstadt

  • Dr. med. Al Mohannad Al Mustafa
    Stadtilmer Str. 7
    99310 Arnstadt

*Kooperationspartner mit Qualitätsmanagementvereinbarung Prostatakrebs SHG Erfurt (Selbsthilfegruppe) Herrn Adalbert Reiske

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PCO-Studie

Das Helios Prostatakarzinomzentrum Erfurt ist eines von insgesamt 23 Studienzentren (Stand 31.12.2016) der Prostate Cancer Outcome-Studie. Diese Registerstudie richtet sich an Männer mit Prostatakrebs, bei denen die Erkrankung noch nicht weit fortgeschritten ist. Sie stellt einen internationalen Vergleich der Behandlung und Ergebnisqualität mit dem Ziel, diese zu verbessern, dar. In der Studie werden die unterschiedlichen Therapieoptionen zur Behandlung des lokal begrenzten Prostatakarzinoms miteinander verglichen.

Die teilnehmenden Patienten werden in regelmäßigen Abständen um das Ausfüllen eines Fragebogens gebeten. Die Befragung der Studienpatienten findet durch unser Studienzentrum statt.

Für Fragen zur Studie wenden Sie sich bitte an:

Dr. med. Tobias Fritsch
Koordinator
Telefon (0361) 781-6500 oder -2201
E-Mail tobias.fritsch@helios-gesundheit.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.pco-study.com.   

g-RAMPP-Studie

Das Helios Prostatakarzinomzentrum Erfurt ist eines von insgesamt 54 Studienzentren (Stand 30.09.2016) der g-RAMPP-Studie. Diese Studie richtet sich an Männer mit Prostatakrebs, bei denen die Erkrankung weit fortgeschritten ist und bereits Knochenmetastasen gebildet hat. In der Studie wird untersucht, ob eine radikale Entfernung der Prostata zusätzlich zur Standard-Hormontherapie den Verlauf verbessern kann.      

Die teilnehmenden Patienten werden ausschließlich durch erfahrene Spezialisten mit nachgewiesener hoher Behandlungsqualität behandelt. Zusätzlich zur Betreuung durch den niedergelassenen Urologen erfolgt eine Begleitung durch unser Studienzentrum. Sie erhalten eine sehr sorgfältige Beobachtung und ärztliche Betreuung. Die intensive Nachbeobachtungszeit innerhalb der Studie beträgt fünf Jahre.

Für Fragen zur Studie wenden Sie sich bitte an:

Dr. med. Tobias Fritsch
Koordinator
Telefon (0361) 781-6500 oder -2201
E-Mail: tobias.fritsch@helios-gesundheit.de

Weitere Informationen finden Sie unter www.martini-klinik.de/rampp.

PREFERE-Studie

Die PREFERE Studie wurde zum Ende des Jahres 2016 geschlossen. In diese Studie aufgenommene Patienten werden weiterhin in enger Kooperation der betreuenden niedergelassenen Fachärzte für Urologie mit unserem Zentrum im Verlauf beobachtet.