Unser Hör- & Implantatzentrum

Unser Hör- & Implantatzentrum

Die Vielfalt an Versorgungsmöglichkeiten bei Hörproblemen ist sehr groß und wird ständig erweitert. In unserem Zentrum bieten wir unseren Patienten eine individuelle Hörberatung an.

Wenn medikamentöse und operative Behandlungsmöglichkeiten einer Schwerhörigkeit erschöpft sind und diese dauerhaft bestehen bleibt, ist eine apparative Versorgung unausweichlich. Es gibt viele unterschiedliche Hörhilfenausführungen. Sie können nahezu allen individuellen Bedürfnissen angepasst werden.

Unabhängig davon, ob Patienten von uns beraten oder mit einem der implantierbaren Hörsysteme versorgt wurden - wir bleiben Ihr lebenslanger Ansprechpartner. Denn wir übernehmen auch die Nachsorge. Sie dient der medizinischen und technischen Kontrolle und Beratung sowie der Überprüfung der Hör-, Sprech- und Sprachleistungen. Sie ist erforderlich zur Erfassung der Langzeiteffekte und möglicher Komplikationen sowie zur Anpassung der Technik und Hilfe beim Einsatz von zusätzlichen Kommunikationsmitteln und Zubehör. Die Nachsorge dient der Sicherstellung des Therapieergebnisses, der Qualitätssicherung sowie der Indikationsstellung für weitere diagnostische, therapeutische und rehabilitative Leistungen.

Apparative Versorgungsmöglichkeiten

Bei welchem Hörverlust eine kassenärztliche Hörgerätversorgung indiziert ist, regelt im Allgemeinen
die Hilfsmittelrichtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen. Demnach ist schon bei einer geringgradigen Schwerhörigkeit (z. B. Überhören verschiedener Geräusche oder häufiges Nachfragen) eine Versorgung mit Hörgeräten empfehlenswert.

Gern übernehmen wir eine beratende Rolle, insbesondere hinsichtlich der Fragestellung, wann die Grenzen der Hörgeräte erreicht sind und wann sich eine andere apparative Versorgungsform anbietet.

Bei Schallleitungs- und kombinierten Schwerhörigkeiten, die sich beispielsweise aufgrund einer Missbildung des Außenohres mit einem herkömmlichen Hörgerät nicht ausreichend versorgen lassen, können knochenverankerte Hörhilfen zum Einsatz kommen. Für die akustische Ankopplung an das Innenohr sorgt eine zuvor unter lokaler Betäubung im Schädelknochen implantierte Titanschraube. Der Vorteil: Die Efizienz kann im Vorfeld getestet werden. Auch kleine Kinder können längerfristig über ein Kopfband ohne eine Operation versorgt werden.

In enger Zusammenarbeit mit den Herstellerfirmen, niedergelassenen HNO-Ärzten und den zuständigen Hörgeräteakustikern wird bei der Eignung der Versorgungsablauf mit den Patienten detailliert besprochen. Das Einsetzen übernehmen wir. Die Einstellung des Audioprozessors übernimmt im Anschluss ein spezialisierter externer Hörgeräteakustiker.

Patienten, die mindestens 18 Jahre alt sind und an einer reinen Schallleitungs- bzw. einer leichten kombinierten Schwerhörigkeit leiden, können wir mit einem teilimplantierbaren Knochenleitungshörsystem versorgen. Es besteht aus zwei Komponenten - einem Implantat und einem extern getragenen Audioprozessor. Die akustischen Informationen werden induktiv durch die Haut vom Prozessor zum Implantat übertragen. Somit kann der Schädelknochen in Schwingungen versetzt werden, wobei die Haut vollständig intakt bleibt.

Mit einem anderen teilimplantierbaren System können vor allem ausgeprägte kombinierte Schwerhörigkeiten versorgt werden. Dieses Hörsystem besteht ebenfalls aus zwei Komponenten. Der Unterschied zum Erstgenannten liegt darin, dass hierbei nicht der Schädelknochen, sondern entweder die Gehörknöchelchen im Mittelohr oder die Hörschnecke direkt auf mechanische Weise zum Schwingen angeregt werden. Die akustischen Schwingungen werden dabei von dem System aktiv verstärkt, so dass dadurch der Innenohrhörverlust ausgeglichen werden kann.

Die ausführliche Indikationsstellung sowie fachkundige Beratung können Sie gern bei uns in Anspruch nehmen. Stellt sich eine dieser Hörhilfen als optimale Hörlösung dar, erfolgt die Implantation in der Regel innerhalb weniger Wochen. Auch die späteren Einstellungen des Audioprozessors sowie die lebenslange Betreuung können in unserer Hand bleiben.

Das Cochlea-Implantat (CI) ist eine Innenohrprothese, die hochgradig schwerhörigen und gehörlosen Kindern sowie spätertaubten Erwachsenen, denen herkömmliche Hörhilfen nicht helfen, das Wiederhören und insbesondere das Sprachverstehen ermöglicht. Auch Patienten mit einer einseitigen hochgradigen Schwerhörigkeit können davon erheblich profitieren. Es ist die einzige elektronische Prothese, die in der Lage ist, eine verlorengegangene Sinnesfunktion zu ersetzen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.