Diabetisches oder neuropathisches Fußsyndrom

Menschen mit Diabetes sollten ihren Füßen besondere Beachtung schenken. Als Folge des Diabetes kann es bei dauerhaft schlechter Blutzuckereinstellung zu Nervenschädigungen kommen, die sich meist zuerst an den Füßen bemerkbar machen.

Oft treten dort – vor allem nachts – zunächst Missempfindungen auf wie Kribbeln, Ameisenlaufen oder Brennen; später kommen Schmerzen und Taubheitsgefühle hinzu. Betroffene können dort auch jegliches Gefühl verlieren. Aus diesem Grund werden Verletzungen der Haut nicht mehr gespürt, bleiben unerkannt – und oft unversorgt. Besonders problematisch ist das an schlecht zugänglichen Stellen, zum Beispiel zwischen den Zehen oder an der Fußsohle. Druckstellen oder Fremdkörper werden oft in den Schuhen nicht wahrgenommen, ebenso wie zu heiße Fußbäder. Wärmeflaschen oder Fußpilz können zu Wunden und Geschwüren führen, die ohne Behandlung nicht abheilen können. Durch die fehlende Versorgung dieser zunächst kleinen Wunden kann es schnell zu Entzündungen kommen, aus denen sich hartnäckige, tiefe, bis auf den Knochen reichende Geschwüre (Ulkus) entwickeln.

So entsteht ein diabetischer Fuß mit möglichen schwerwiegenden Folgen – im schlimmsten Fall verlieren Betroffene Teile ihrer Gliedmaßen. Wer vermutet, dass bei ihm diabetesbedingte Nervenschäden vorliegen, kann das von seinem Hausarzt und/oder Diabetologen klären lassen. Zudem kann der Arzt durch einfache Untersuchungen die Fußdurchblutung beurteilen.

Durch unsere interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Internisten, Orthopäden, dem Wundteam und Gefäßchirurgen haben wir Behandlungsmethoden entwickelt, die Amputationen verhindern können.

Wir arbeiten in engem Kontakt mit einer diabetologischen Praxis zusammen.

Sie haben noch Fragen?

Dann wenden Sie sich gern an:

Andreas Gräfenstein

Oberarzt

E-Mail

Telefon

(0361) 781-2361