Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Modernste Methoden bei Diagnostik & Therapie

Modernste Methoden bei Diagnostik & Therapie

Medizin ist stete Weiterentwicklung. Darum optimieren wir unsere Behandlungsmethoden laufend und investieren in beste technische Ausstattung.

Wir bieten umfassende stationäre, tagesklinische und ambulante Behandlungsangebote für das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychosomatischer Erkrankungen an. Dazu stehen zahlreiche diagnostische und therapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Unser Ziel ist es, für unsere Patienten die bestmögliche Therapie und ein individuelles Wohlergehen zu erreichen.

Akut- und notfallpsychiatrische Behandlungen erfolgen auf einer geschützten Aufnahmestation.

Besonderer Wert wird daraufgelegt, Patienten in akuten Erkrankungsphasen Sicherheit zu geben und die Ängste zu nehmen, die mit einer akuten psychischen Erkrankung bzw. Krise einhergehen können. Dafür stehen verschiedene psychotherapeutische und pharmakologische Maßnahmen bereit. Alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden von einem professionellen geschulten Team in einem angenehmen Stationsambiente durchgeführt. Die Maßnahmen werden in den Visiten unter maximaler Berücksichtigung der Wünsche des Patienten gemeinsam erarbeitet und festgelegt.

Behandelt werden Patienten mit

  • Akute schizophrene Psychosen(Schizophrenie)
  • Exazerbationen affektiver Erkrankungen sowie von Angst- und Panikstörungen
  • Alkohol- und Drogenentzugssyndrome (Psychische Störung durch Alkoholabhängigkeit)
  • Drogen-assoziierte Psychosen
  • Akute Belastungsreaktionen auf psychisch traumatisierende Lebensereignisse
    • Nervenzusammenbruch
    • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Verwirrtheits-, Aggressions- und Erregungszustände bei organischen Psychosen, Demenzen
    • Bewusstseinsstörungen (Delir bei Demenz)
  • Krisenhafte Verläufe im Rahmen von Persönlichkeitsstörungen (Borderline)
  • Depressive Episoden
  • Panikstörungen (paroxysmale Angst)
  • Generalisierte Angststörungen (GAS)
  • Störung des Sozialverhaltens (zB im Rahmen der Familie)
  • Anpassungsstörungen
  • Soziale Phobien
  • Entwicklungsstörungen (Atypischer Autismus)
  • Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen
  • Nichtwillentlich kontrollierbare Störung mit Reaktionen auf emotionale Belastungen (Dissoziative Krampfanfälle)

Integrative psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung

In einem auf offenen Stationen durchgeführten integrativen Konzept wird das gesamte Spektrum psychiatrischer Erkrankungen behandelt:

  • Psychotische Störungen (insbesondere Schizophrenien, Drogen-assoziierte Psychosen)
  • Affektive Störungen (Depressionen, Manien, bipolare Erkrankungen)
  • Organisch bedingte psychische Störungen (Demenzen, andere hirnorganische Erkrankungen)
  • Angst- und Zwangserkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen (insbesondere Borderline-Persönlichkeitsstörungen)
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Essstörungen und andere psychosomatische Erkrankungen

Angsterkrankungen sind durch verschiedene Erscheinungsformen der Angst gekennzeichnet. Dabei muss die normale Angst als Alarmfunktion für den Organismus von der pathologischen Angst, bei der die Angstsymptome scheinbar grundlos auftreten können, unterschieden werden.

Hauptformen sind

Agoraphobie (Platzangst)

  • Menschenmengen
  • Öffentliche Plätze
  • Reisen alleine oder weit von zu Hause entfernt

Soziale Phobie

Es besteht eine anhaltende Angst vor Situationen, in denen die Person im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.

  • in Öffentlichkeit sprechen: Angst, etwas Lächerliches zu sagen oder nicht antworten zu können
  • im Supermarkt an der Kasse

Panikattacken

Panikattacken sind gekennzeichnet von plötzlich auftretenden starken Ängsten, die mit einer Reihe von psychischen und körperlichen Symptomen einhergehen können.

Symptome

  • Herzrasen
  • Hitzewallungen
  • Beklemmungsgefühle
  • Zittern
  • Schwitzen
  • Atemnot
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Ohnmachtsgefühle
  • Angst vor Kontrollverlust
  • Angst zu sterben

Generalisierte Angststörung

Es besteht eine unrealistische oder übertriebene Angst und Besorgnis bezüglich allgemeiner oder besonderer Lebensumstände. Die Angst besteht über einen längeren Zeitraum und schwankt allenfalls in der Intensität

  • Sorge, dem eigenen Kind, das sich nicht Gefahr befindet, könne etwas zustoßen
  • Geldsorgen, ohne dass dafür ein triftiger Grund besteht

Affektive Störungen

  • Krankhafte Veränderung der Stimmung (Affektivität)
  • Meist zur Depression oder zur gehobenen Stimmung (Manie) hin
  • Verlauf in der Regel phasenhaft (zeitlich umschriebene Krankheitsepisoden mit gesunden Intervallen)

Es werden Patienten mit psychischen oder Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen behandelt. Diese umfassen insbesondere die folgenden Substanzgruppen:

  • Alkohol
  • Stimulanzien (u.a. Methamphetamin, „Crystal“) und neue psychoaktive Substanzen
  • Cannabis
  • Medikamente (z.B. Benzodiazepine, Schmerzmittel)
  • Opiate/Opioide
  • Sonstige Substanzen (z.B. Halluzinogene, pflanzliche Drogen)
  • Mehrfachabhängigkeit

Komorbide Erkrankungen („Doppeldiagnosen“)

Behandelt werden Patienten, bei denen die Suchterkrankung von einer anderen psychiatrischen Problematik begleitet wird. Hierzu gehören insbesondere:

  • Depressionen, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, wie z.B. Borderline-Persönlichkeitsstörungen.
  • Pathologisches Spielen (Spielsucht)

Therapieziele

  • Besserung der psychischen und körperlichen Symptome
  • Motivierung zur weiterführenden Rehabilitationsbehandlung
  • Herstellung der Rehafähigkeit, möglichst in Form einer stationären Entwöhnungsbehandlung
  • Vorbereitung auf eine ambulante Weiterbehandlung (Suchtberatungsstelle, Tagesstätte, Begegnungsstätte, Selbsthilfegruppe, Hausarzt)

Persönlichkeitsstörungen werden definiert als tief verwurzelte, anhaltende und weitgehend stabile Verhaltensmuster, die sich in starren Reaktionen auf unterschiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen. Gegenüber der Mehrheit der jeweiligen Bevölkerungsgruppe zeigen sich deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in Beziehungen zu anderen Menschen. In vielen Fällen gehen diese Störungen mit persönlichem Leiden und gestörter sozialer Funktionsfähigkeit einher.

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline-Persönlichkeitsstörung)

Kennzeichnend ist ein tiefgreifendes Muster von Instabilität in den zwischenmenschlichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Affekten sowie deutliche Impulsivität. Der Beginn liegt im frühen Erwachsenenalter bzw. in der Pubertät und manifestiert sich in verschiedenen Lebensbereichen. Oftmals liegen Selbstverletzungstendenzen vor und es können sehr starke Stimmungsschwankungen auftreten. Nach einer eingehenden Diagnostik umfassen die Therapieangebote psychoedukative Maßnahmen, die Reduktion selbstverletzenden Verhaltens, Verhaltensanalyse sowie Maßnahmen zur Etablierung einer tragfähigen therapeutischen Beziehung zur weiteren ambulanten bzw. stationären psychotherapeutischen Behandlung.

Es umfasst

  • Soziales Kompetenztraining
  • Stresstoleranz und Krisenstrategien
  • Emotionsregulation, bewusster Umgang mit Gefühlen, Umgang mit Schmerz
  • Entspannung und innere Achtsamkeit

Die Therapie ist eingebettet in einen konsequenten milieutherapeutischen Ansatz mit Betonung der therapeutischen Gemeinschaft.

Ältere Menschen werden in der Klinik auf allen Stationen mit entsprechenden indikationsspezifischen Angeboten behandelt. Hintergrund für dieses Konzept ist die epidemiologische Häufung insbesondere von Depressionen und anderen psychiatrischen Erkrankungen bei älteren Menschen, ohne dass diese mit kognitiven Einschränkungen einhergehen, die eine ausschließliche Behandlung auf gerontopsychiatrischen Spezialeinheiten gebieten würden. Auch im Selbstverständnis der Betreffenden ist eine gerontopsychiatrische Zuordnung oftmals nur schwer akzeptierbar. Darüber hinaus hat sich das alters- und Diagnosen übergreifende Behandlungssetting in einer gelebten therapeutischen Gemeinschaft als zielführend erwiesen. Gerontopsychiatrisch-geriatrische Patienten mit erhöhtem Überwachungs- und Pflegebedarf werden auf der Station oder im Rahmen der Kooperation mit der Klinik für Geriatrie behandelt.

  • Depressionen / Angsterkrankungen
  • Demenzerkrankungen

Diagnostische Schwerpunkte

  • Diagnostik von Alltagsfertigkeiten
  • Organische Diagnostik einschließlich differenzierte Liguordiagnostik bei Demenzen
  • Neuropsychologische Diagnostik mit Schwerpunkt Gedächtnisleistungen
  • Bildgebung (CT, MRT, PET, SPECT)
  • Psychosoziale Diagnostik des sozialen Supportsystems

Therapeutische Schwerpunkte

  • Psychotherapie
  • Pharmakotherapie
  • Hirnleistungstraining
  • Ergotherapie
  • Gruppengespräche
  • Entspannungstherapie
  • Kunsttherapie
  • Angehörigenberatung und Angehörigengruppe

Vor Beginn und im Verlauf der Therapie erfolgen eingehende psychodiagnostische und somatische Untersuchungen. Moderne Verfahren stehen in unserem Klinikum der Maximalversorgung zur Verfügung.

  • Aufnahmegespräch
  • Verlaufsdiagnostik
  • Psychometrische Untersuchungen
  • Neuropsychologische Testung
  • Technische Untersuchungen
    • Blutuntersuchung
    • Drogenscreening
    • EKG
    • EEG
    • Magnetresonanztomografie (MRT)
    • Computertomografie (CT)
    • Liquorpunktion

Zur Abklärung zusätzlicher körperlicher Erkrankungen stehen weitere spezielle Untersuchungsverfahren der Fachabteilungen des HELIOS Klinikums Erfurt zur Verfügung.