Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Eingriffe an den Herzkranzgefäßen

Atherosklerose kann zu Engstellen oder Verschlüssen der Herzkranzgefäße führen (Koronare Herzkrankheit). Neben einer vorangegangenen und begleitenden medikamentösen besteht die Möglichkeit, mittels Kathetertechniken koronare Engstellen zur beseitigen. In der Regel kann ein Herzkranzgefäßeingriff über das Handgelenk (Speichenarterie) durchgeführt werden. In erster Linie kommen Ballonerweiterungen und Implantationen von Gefäßstützen (sog. Stents) zur Anwendung. Dabei stehen verschiedenste Ballons (z.B,. mit Klingenbesatz oder Medikamentenabgabe) und Stents (z.B. mit verschiedenen Arten von Medikamentenfreistzung) zur Verfügung. In Fällen besonders starker Verkalkungen der Herzkranzgefäße führen wir ein Abfräsen der Engstellen durch (Rotablation).

Im Falle eines Herzinfarktes als akut lebensbedrohliches Ereignis ist der Herzkathetereingriff eine lebensrettende Behandlung und ist daher selbstverständlich in unserem Klinikum rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr möglich. Mehr dazu erfahren unter Herzinfarkt.

Nicht selten kann es durch ein Fortschreiten der koronaren Herzkrankheit zu sich langsam entwickelnden, chronischen Verschlüssen von Herzkranzgefäßen kommen, was nicht mit plötzlich-akuten Geschehen eines Herzinfarktes gleichzusetzen ist. Dies kann trotz natürlicher Umgehungskreisläufe zu Minderdurchblutungen des Herzmuskels und damit zu Angina pectoris oder zunehmender Herzschwäche führen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist es daher sinnvoll und hilfreich, chronische Herzkranzgefäßverschlüsse (CTO) mittels spezieller Kathetertechniken wiederzueröffnen. Diese hochkomplexen Prozeduren (CTO-Rekanalisationen) führen wir als besonderen Schwerpunkt in unserem Zentrum oft und mit großem Erfolg durch.

Liegen bestimmte Konstellationen der koronaren Herzkrankheit vor, kann es sinnvoll sein, statt zu einer katheterbasierten Koronarbehandlung zu einer herzchirurgischen Bypass-Operation zu raten. Dabei werden die Engstellen oder Verschlüsse der Herzkranzgefäße mittels körpereigener Arterien oder Venen überbrückt und so der Herzmuskel wieder durchblutet. Solche Fragestellungen werden interdisziplinär zwischen uns Kardiologen und herzchirurgischen Kollegen (z.B. des Herzzentrums Leipzig) i.R. einer HeartTeam-Sitzung besprochen.

Koronarangiografie: Die rote Kreismarkierung im Bild 01 zeigt die verschlossene Vorderwandarterie. Im Bild 02 wird die wiedereröffnete Vorderwandarterie nach dem Einsatz eines Stentimplantats veranschaulicht.