Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Magnetresonanztomografie vom Herzen (Herz-MRT / Kardio-MRT)

Die Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT, Kernspin-Tomografie) ist fester Bestandteil der kardiologischen Bildgebung. Bei jedem MRT des Herzens erfolgen die Indikationsstellung, Untersuchung und Auswertung gemeinsam im Team aus Radiologen und Kardiologen. Darüber hinaus sind wir dem Kardio-MRT-Netzwerk des Helios Klinikums Berlin-Buch und der Charité Berlin angeschlossen.

Oberarzt Dr. Niels Menck (FSCMR) besitzt die Zusatzbezeichnung „Kardiale Magnetresonanztomographie“ der Landesärztekammer Thüringen und ist zudem national und international akkreditiert (SCMR Level III).

Ein MRT erlaubt eine exzellente Darstellung der Herzstrukturen mit einem hohen Kontrastunterschied der einzelnen Gewebe und ermöglicht es unter Anwendung verschiedener Sequenzen sogar, nichtinvasiv winzige Veränderungen der Gewebe und Gefäße darzustellen. Ein weiterer wichtiger Vorteil: Bei dieser Untersuchung werden keine Röntgenstrahlen benutzt.

Für die Untersuchung stehen uns zwei 1,5 Tesla-Geräte sowie ein 3 Tesla-Gerät zur Verfügung.

Dr. Kathrin Schindler, Leitende Oberärztin der Radiologie, besitzt die Ermächtigung zur Durchführung ambulanter kardialer MRTs mit Überweisung eines Facharztes für Kardiologie oder Pneumologie.

Anwendungsgebiete

  • Funktionelle und anatomische Beurteilung der Herzkammern, des Herzmuskels, der Klappen und der Gefäße mit sehr hoher Genauigkeit
  • Stressuntersuchungen unter Adenosin- oder Regadenosongabe zur Abklärung einer relevanten koronaren Herzerkrankung
  • Entzündliche Erkrankungen des Myo- und/oder Perikards
  • Vitalitätsdiagnostik z.B. vor geplanten Koronarinterventionen
  • Darstellung myokardialer Narben/Fibrosen zur Risikoabschätzung ischämischer oder nicht-ischämischer Kardiomyopathie sowie zur Planung elektrophysiologischer Untersuchungen
  • Weiterführende Diagnostik bei unklaren Kardiomyopathien
  • Morphologische und funktionelle Beurteilung des rechten Ventrikels
  • Flussmessungen zur Evaluation von Klappenvitien (Stenosen und /oder Insuffizienzen)
  • Nachweis einer Eisenüberladung des Herzmuskels (T2*-Messung)
  • Quantifizierung von angeborenen oder erworbenen Shuntvitien
  • Hämodynamische Differenzierung zwischen Pericarditis constrictiva und restriktiver Kardiomyopathie mittels Real-Time-Sequenzen
  • Nachkontrollen von EMAH-Patienten

Wichtige Hinweise für unsere niedergelassenen Kollegen:

  • Sollten sich Metallteile im Körper des Patienten befinden, z.B. Cochleaimplantate, muss dies unbedingt vor Untersuchungsbeginn mitgeteilt werden.
  • Künstliche Herzklappen, koronare Stents und Schirmverschlüsse (PFO / ASD-Occluder) stellen bis 1,5 Tesla kein Sicherheitsproblem dar. Die Bildqualität kann durch Artefakte jedoch etwas eingeschränkt sein.
  • Für die Untersuchung von Patienten mit Herzschrittmachern oder Internen Defibrillatoren (ICD) bitten wir darum, dass sich der behandelnde Arzt vorab mit uns zur vorherigen Indikationsstellung und Planung in Verbindung setzt.
  • Grundsätzlich ist für eine MRT-Untersuchung eine Überweisung eines ambulanten Facharztes für Kardiologie oder Pneumologie notwendig.