Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Dermatologische Anästhesie

Die Haut (gr. derma; lat. cutis) ist funktionell das vielseitigste Organ des menschlichen oder tierischen Organismus. Die Haut dient der Abgrenzung von Innen und Außen, dem Schutz vor Umwelteinflüssen, der Repräsentation, Kommunikation und Wahrung des inneren Gleichgewichts. Außerdem übernimmt die Haut wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie und verfügt über vielfältige Anpassungsmechanismen.

1 Verhalten im Notfall

In Abhängigkeit vom Notfall muss der narkoseführende Anästhesist über die zu ergreifenden Maßnahmen entscheiden. Hilfe kann über das Reanimationstelefon (Tel. 4444) gerufen werden. Ebenso ist die Op-Koordination (Tel. 6989) zu informieren. Bis zum Eintreffen des Reanimationsteams vergehen aber mindestens 5 - 10 Minuten. In dieser Zeit ist der Anästhesist auf sich allein gestellt.

Das Spektrum der Erkrankungen konzentriert sich vor allem auf Melanome und größere Exzisionen bzw. Rekonstruktionen bei anderen malignen Tumoren. Neben Erwachsenen werden auch Kinder zur Exzision von Hauttumoren, zur Dermabrasion oder Lasertherapie in Allgemeinanästhesie behandelt. Das Altersspektrum liegt also weit gestreut, und daraus resultieren auch die Komorbiditäten. 

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2 Besonderheiten

  • Ausstattung im Op-Saal
    • Anästhesiegerät Sulla 808V mit integriertem Monitor (identisch dem der Strahlenklinik)
    • Anästhesiewagen und die Medikamente entsprechen der Ausstattung im ZOP (Dantrolen ist NICHT vorhanden; muss im Notfall aus dem HNO-Op bezogen werden)
    • Eschmann-Stäbe befinden sich im Anästhesiewagen
    • für Kindernarkosen muss der Kinderanästhesiewagen aus dem ZOP organisiert werden
    • Ein Defibrillator befindet sich im Eingriffsraum selbst, ein weiterer am Übergang zum Hauptgebäude.
  • Prämedikation entsprechend unserer SOP Narkosevorbereitung und Prämedikation.
  • Narkoseführung
    • TIVA oder
    • balancierte Anästhesie mit Sufentanil und Desfluran
    • Relaxantien dürfen verwendet werden
  • Postoperative Betreuung in absteigender Reihenfolge im Aufwachraum der HNO oder des ZOP
  • Schmerztherapie entsprechend dem Aufwachraumschema

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3 Spezielle Eingriffe

3.1 Laserchirurgie (Länge der Eingriffe 20 min - 1 h)

  • Für die Lasertherapie gutartiger Veränderungen (Gefäßtumore, pigmentierte Hautveränderungen, benigne epitheliale Tumore, Neurofibromatose etc.) sind außer im peri- und enoralen Bereich keine wesentlichen Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. Für Eingriffe im peri- oder enoralen Bereich siehe Laserchirurgie in der HNO.
  • Die Beatmung mit reduzierter FiO2 ist dennoch ratsam.

3.2 Tumorchirurgie

3.3 Akne inversa - Therapie

  • weiträumige Resektionen axillär, inguinal, genital
  • plastische Rekonstruktionen
  • Auslagerung der Extremitäten, oft Steinschnittlagerung.

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 29.07.2019

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