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Klinik für Anästhesie, Notfallmedizin und Schmerztherapie

SOP Intranasale Medikamentenapplikation

Darstellung von Indikation, Anwendung und Fehlerquellen bei der Anwendung intranasaler Medikamentenapplikationen bei Kindern und Erwachsenen im perioperativen Setting.

1 Indikation

  • fehlender i.v. Zugang bzw. schwierige bis unmögliche Anlage, aber Notwendigkeit für:
    • Schmerztherapie
    • Delirtherapie
    • Epileptischer Anfall
    • (Analgo)-sedierung (+ nicht nüchtern)
    • Verbandswechsel
    • Prämedikation
    • Sedierung für Bildgebung

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2 Grundlagen

  • Bei der intranasalen Medikamentenapplikation kommt es zu einer schnellen Resorption des Medikamentes ohne First Pass Effekt (siehe Video)
  • Der Mikrozerstäuber (MAD) zerstäubt das mit Druck applizierte Medikament
  • Resorbiert werden vor allem niedermolekulare und lipophile Medikamente
  • Produktvideo: https://www.youtube.com/watch?v=bA43Co-3K7s

2.1 Medikamente

  • Midazolam
  • Esketamin
  • Opiate
    • Sufentanil
    • Morphin
  • Naloxon

2.2 Anwendung

  • Flüssigkeitsmenge auf 1 ml (Kinder) /2 ml (Erwachsener) pro Nasenloch begrenzt
  • bei größeren Mengen repetitive Gaben nach 1 – 2 Min möglich
  • Wirkeintritt nach 5 bis 10 Minuten, Wirkdauer je nach Medikament

CAVE: Starke Reizung der Nasenschleimhaut/Brennen bei Midazolamgabe möglich → Lidocainspray intranasal vor Midazolamgabe empfohlen (falls Kombi mit Ketanest → Midazolam nach Ketanest geben)

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3 Dosierung

  • Midazolam
    • 0,2 – 0,4 mg/kgKG zur Sedierung
    • 0,5 mg/kgKG bei Krampfanfall
    • übliche Obergrenze be Erwachsenen 10 mg gesamt, in Einzelfällen (sehr agitierte Patienten, Substanzabusus) auch bis 15 mg Gesamtdosis möglich
  • Esketamin
    • 3 – 5 mg/kgKG
  • Morphin
    • 0,1 – 0,2 mg/kgKG

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 24.05.2019

Kontakt

Theresa Brand

Oberärztin
Theresa Brand

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