Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Fiberoptische nasale Wachintubation

1 Vorbereiten des Patienten

  • Erklären des Vorgehens im Rahmen der Anästhesievisite, der Vergleich mit einer Magenspiegelung kann für den Patienten hilfreich sein
  • unmittelbar präoperativ im Einleitungsraum:
    • abschwellende Nasentropfen in beide Nasenlöcher
    • Lidocain-Spray an Rachenhinterwand und in beide Nasenlöcher
    • übliche Vorbereitung mit venösem Zugang und Monitoring
    • bequeme Lagerung 

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2 Vorbereiten des Instrumentariums

  • Bronchoskop + Lichtquelle, am besten mit Kamera und Videoturm
  • Bronchoskop prüfen und fokussieren, Weißabgleich, Zacke auf 12:00 Uhr, Absaugung prüfen
  • Woodbridge-Tubus Größe 6,5 Ch
  • ggf. Fußbank für Anästhesisten

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3 Vorbereiten der Medikamente

Sedierung

  • oberstes Ziel ist das Erhalten der Spontanatmung sowie eines kommunikationsfähigen Patienten mit Dämpfung des Husten- und Würgereflexes.
    • Möglichkeit 1: Remifentanil 1 mg/50 ml (20 µg/ml) mit einer Laufrate von 30% des idealen Körpergewichts (frühzeitig anlaufen lassen, da sich der Medikamentenwirkspiegel erst nach 10 min dem Zielspiegel zum Tolerieren der Maßnahmen annähert, Monitoring und klinische Überwachung von Beginn an nötig)
    • Möglichkeit 2: 5 µg (-weise) Sufentanil iv., Intervall 3 – 5 min bis erwünschte Sedierungstiefe erreicht ist
    • Lokalanästhesie 4 x 10 ml – Spritzen mit je 1 – 2 ml Lidocain 1% + 9 ml Luft
  • Notfallmedikamente:
    • Atropin
    • Noradrenalin

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4 Vorgehen bei fiberoptischer Wachintubation

  • Auswahl des Nasenloches zur Intubation und Applikation abschwellender Tropfen
  • Hilfsperson zur Überwachung der Vitalfunktionen
  • Präoxygenieren über dicht sitzende Maske
  • wenn Sedierungstiefe erreicht, Sauerstoff-Insufflation über gegenseitiges Nasenloch mit 8 l/min oder via Bonchoskop
  • ggf. Raumlicht abdunkeln 
  • Tubus über das Bronchoskop führen, Einführen des Bronchoskopes über unteren Nasengang bis in den Oropharynx
  • Aufsuchen des Kehlkopfes, dabei Schleimhautkontakte vermeiden
  • Patient zum tiefen, gleichmäßigen Atmen anhalten, Sprechen erleichtert das Erkennen der Stimmritze
  • evtl. Esmarch-Handgriff durch Hilfsperson
  • Lokalanästhesie von Pharynx, Epiglottis, Stimmbändern und Trachea mit jeweils 1-2 ml Lidocain 1% über den Arbeitskanal des Bronchoskopes, dabei das Saugen unterbrechen, Einwirkzeit 1 min abwarten!
  • Instillagel® ins Nasenloch und an den Tubus
  • wenn Trachea sicher mit dem Bronchoskop intubiert wurde, Tubus einführen, Passage der Stimmritze mit leicht drehender Bewegung
  • Lagekontrolle mittels Bronchoskop, erst danach Anästhesieinduktion
  • Beachte: Nach Lokalanästhesie zur fiberoptischen Intubation darf der Patient 2 h nicht essen oder trinken (Aspirationsgefahr).

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 21.02.2019

Kontakt

Dr. med. Wolfgang Jakob

Leitender Oberarzt
Dr. med. Wolfgang Jakob

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Telefon

(0361) 781-2056