Aktuelle Besucherregelung

Wir möchten das Sicherheitslevel für Patienten, Mitarbeiter und auch Besucher hoch halten. Aufgrund unseres Hausrechts bleiben wir, abweichend von der neuen Thüringer Verordnung, bei unserer bestehenden Besucherregelung, die seit 25. Mai 2020 gilt. Zutritt nur mit Besucher-Dokument (auch vor Ort erhältlich) -  Weiterführende Infos.

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Supraklavikuläre Blockade (Ultraschall)

Die supraclaviculäre Plexusblockade ist ein Regionalanästhesieverfahren, das operative Eingriffe am ganzen Arm ermöglicht. Dabei werden durch die Injektion von Lokalanästhetika oberhalb des Schlüsselbeins die Nervenstränge des Plexus brachialis (Fascikulus lateralis, Faszikulus posterior, Faszikulus medialis) reversibel blockiert.

2 Lagerung

  • Patient in Rückenlage
  • Kopf leicht zur Gegenseite gedreht
  • Anästhesist steht auf Schulterhöhe der Punktionsseite, das Sonografiegerät auf Höhe der Schulter kontralateral

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3 Material und Zubehör

  • Block
  • Ropivacain 0,5 %
    • SonoPlex 22 G * 50 mm
    • Tegaderm
  • Katheter
    • NanoLine 21 G * 64 mm
    • Basis-Set
    • Tegaderm
  • Anästhesie: 20 ml Ropivacain 0,75%
  • Analgesie: 20 ml Ropivacain 0,5%
  • Nadel: 5 cm, 21 G, Nadelführung in plane

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4 Durchführung

  • Standardschnitt Hals
  • von dort aus den linearen Ultraschallkopf nach kaudal gleiten und supraklavikulär parallel zum Schlüsselbein platzieren
  • Von dort in den Thorax kippen. Ziel ist die Darstellung der Leitstrukturen A. subclavia, der 1. Rippe sowie der Pleura
  • Kraniolaterlal der A. subclavia stellt sich der Plexus supraclavicularis dar. Mit der Nadel in plane die paraneurale Faszie um den Plexus durchdringen und sorgfältig die Lokalanästhetikaverteilung insbesondere im Winkelbereich zwischen 1. Rippe und A. subclavia sowie den Widerstand bei der Lokalanästhetikagabe beachten.
  • Bei erhöhtem Widerstand oder nicht adäquater Lokalanästhetikaverteilung die Nadelposition korrigieren.
  • Blockade für erfahrene Anwender, da eine sichere in plane-Nadelführung aufgrund der Nähe zur Pleura essentiell ist und häufig Gefäße (vor allem A. transversa colli) den Plexus überqueren.
  • Zusätzlich kann der N. suprascapularis auf dem Punktionsweg liegen und akzidentell punktiert werden. 

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 01.07.2015

Kontakt

Jan-Mike Mertens

Oberarzt
Jan-Mike Mertens

E-Mail

Telefon

(0361) 781-2051