Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Transgluteale (posteriore) Blockade des N. ischiadicus nach Labat (PIB)

Die posteriore Ischiadikusblockade ist eine Form der Regionalanästhesie, bei welcher die Leitfähigkeit des N. ischiadicus durch Injektion eines Lokalanästhetikums um den Nerven herum vorübergehend unterbrochen wird. Damit erreicht man eine Blockade des N. ischiadicus.

1 Indikation

  • In Kombination mit Psoaskompartmentblock (PKB) Komplettierung für Einbeinanästhesie bei z. B:
    • gefäßchirurgischen Eingriffen bei kardialen Hochrisikopatienten oder
    • Stoßwellentherapie an der unteren Extremität bei Schmerzpatienten  

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2 Lagerung

  • Seitenlage des Patienten
  • Bein im Hüft- und Kniegelenk ca. 45° gebeugt
  • Lagerungshilfsmittel zwischen die Knie

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3 Material und Zubehör

  • Stimulationskanüle Pajunk 100 mm (ggf. Anpassung an Patientenkonstitution: 150 mm)
  • Nervenstimulator
  • 20 ml Ropivacain 0,5 % + 30 µg Clonidin

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4 Durchführung

  • Markierung der Landmarken: Verbindung Trochanter major - Spina iliaca posterior superior halbieren, von diesem Mittelpunkt Lot nach kaudal 5 cm fällen ⇒ Punktionsort
  • gründliche Sprühdesinfektion mit Cutasept® über 10 Minuten. Dabei darauf achten, dass während der Desinfektionsmitteleinwirkzeit das Hautareal ausreichend feucht ist.
  • Stichrichtung senkrecht zur Hautoberfläche
  • Punktionstiefe variiert (zwischen 5 und 8 cm) 

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 23.01.2020

Kontakt

Dr. med. Simone Liebl-Biereige

Chefärztin | Klinik für Anästhesie, Notfallmedizin und perioperative Schmerztherapie
Dr. med. Simone Liebl-Biereige

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Telefon

(0361) 781-2051