Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

SOP Obturatoriusblockade (Landmarke)

Die Nervus obturatorius-Blockade (Obturatorius-Block) ist ein peripheres Regionalanästhesieverfahren, bei dem durch die Injektion von Lokalanästhetika im Bereich der Leiste der Nervus obturatorius reversibel blockiert wird. Der Obturatorius-Block ist ein relativ einfach durchzuführendes und nebenwirkungsarmes Verfahren, dessen wichtigste Indikation transurethrale Resektionen in der Blase darstellen.

1 Indikation

  • Transurethrale Resektion von (seitlich lokalisierten) Blasenwandtumoren 

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3 Material und Zubehör

  • Stimulationskanüle Pajunk 50 mm 22 G
  • Nervenstimulator
  • 20 ml Ropivacain 0,5 %

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4 Durchführung

  • Als Landmarken dienen die Sehne des M. adductor longus und die Spina iliaca anterior superior.
  • Die Einstichstelle befindet sich unmittelbar ventral des proximalen Sehnenansatzes des M. adductor.
  • Die Stichrichtung liegt in einem Winkel von 45° zur Körperlängsachse in Richtung Spina iliaca anterior superior und nach dorsal.
  • gründliche Sprühdesinfektion mit Cutasept® über 10 Minuten. Dabei darauf achten, dass während der Desinfektionsmitteleinwirkzeit das Hautareal ausreichend feucht ist.
  • In 2 - 4 cm Tiefe kommt die Reizantwort vom N. obturatorius als Kontraktion der Adduktoren.

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Stand, Kontakt, Haftung

Stand: 23.01.2020

Kontakt

Dr. med. Simone Liebl-Biereige

Chefärztin | Klinik für Anästhesie, Notfallmedizin und perioperative Schmerztherapie
Dr. med. Simone Liebl-Biereige

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(0361) 781-2051