Schwerpunkt

Die Laparoskopie

In diesem Bereich erhalten Sie einen Einblick in die klassische Laparoskopie. Sie ist der Inbegriff der Schlüssellochchirurgie.

Bei diesem Zugangsweg wird die Bauchhöhle als natürlicher „Hohlraum“ mit kleinsten Schnitten geöffnet. Anschließend wird anhand eines Gases (CO²) das Bauchfell buchstäblich aufgepumpt. So ist es möglich, bei reichhaltigem Platzangebot zu operieren und die anderen Organe bestmöglich zu schonen. In den durch das Gas entstandenen Hohlraum werden die weiteren OP-Instrumente eingebracht.
Nachdem der geplante Eingriff erfolgt ist, wird das Gas abgelassen und die kleinen Einschnitte vernäht. Auf diese Weise wird die Bauchhöhle wieder sicher verschlossen. Die Vorteile der Operationstechnik: Der Bedarf an Schmerzmitteln nach dem Eingriff ist geringer, die Patienten erholen sich schneller. Die durchschnittliche Liegezeit liegt bei ca. 4 bis 5 Tagen.

Über diese spezielle Technik können wir tumortragende Nieren komplett entfernen, sowie Nierentumore bei entsprechender Lage und Größe herauslösen und dabei das Organ erhalten. Auch  Verengungen des Nierenbeckens lassen sich durch Eingriffe dieser Art korrigieren. Zudem ist es möglich, die Nebenniere mittels dieser Technik zu entfernen oder Krampfadern der Hoden an ihrem Entstehungsort zu therapieren.

OP-Mitschnitt einer laparoskopischen Varikozelektomie

Bei dem hier gezeigten Eingriff wird die Vena testikularis unterbunden, welche ursprünglich für den Abfluss des Blutes aus dem Hoden verantwortlich ist. Bei den betroffenen Patienten ist der Rückfluss des Blutes jedoch gestört und es kommt zu einer teils schmerzhaften Ansammlung im Venengeflecht, welches den Hoden umgibt. Im Rahmen dieses Eingriffes wird die Vene unterbunden, so dass das Blut auf einem alternativen Weg abfließen kann. Zuerst wird eine Kamera in den Bauchraum eingebracht und dieser anschließend mit einem Gas (CO²) bis zu einem bestimmten Druck „aufgepumpt“. Im Video sehen Sie das Einbringen der Arbeitshülsen, über die dann die Instrumente eingebracht werden können. Anschließend wird das Operationsgebiet freigelegt. Das dünne Bauchfell wird eröffnet und die Vene dargestellt, welche dann mittels eines Clips abgebunden wird. Es können auch mehrere Venen abgeklemmt werden, allerdings muss die arterielle Versorgung natürlich gewahrt werden. Zum Schluss wird geprüft, ob es zu Blutungen gekommen ist. Ist dies nicht der Fall, ist der Eingriff beendet. Im Regelfall können die Patienten am Folgetag entlassen werden.