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Urologie für die kleinen Patienten

Urologie für die kleinen Patienten

In der Kinderurologie werden urologische Erkrankungen im Kindesalter behandelt.

Neu am HKD: Sektion für Kindernephro- und urologie (KiNU)

Neu am HKD: Sektion für Kindernephro- und urologie (KiNU)

Um den speziellen Bedürfnissen unserer kleinen Patienten gerecht zu werden, haben wir unter dem Dach der Kinderklinik am Standort Helios St. Johannes Klinik eine neue Sektion für Kindernephro- und urologie, kurz KiNU, gegründet. Dort werden auch Frau Dr. Rübben und Frau Dr. Bremer gemeinsam mit den Kindernephrologen als Spezialisten tätig sein und ein modernes  und breit aufgestelltes Diagnostik- und Therapieangebot vorhalten.

Die häufigste Behandlung in der Kinderurologie betrifft die Jungs – die Vorhautverengung. Sie führt meist zu hygienischen Problemen und Entzündungen. In leichten Fällen genügt die Anwendung von Salben, bei größeren Schwierigkeiten kann es erforderlich sein, die Vorhaut teilweise oder ganz operativ zu entfernen. Sowohl die ambulante Beschneidung (Phimose) oder Korrekturen nach bereits erfolgter Beschneidung als auch die operative Korrektur von Fehlbildungen des äußeren Genitale (Hypospadie) werden regelmäßig in unserer Klinik durchgeführt.

Ein Hodenhochstand (Leistenhoden) ist eine hormonelle Entwicklungsstörung, bei der der Hoden nicht oder nur unvollständig aus dem Bauchraum in den Hodensack abgestiegen ist. Um eine spätere Funktionsstörung der Spermienbildung zu vermeiden, sollte eine Therapie möglichst im ersten Lebensjahr beginnen. Zunächst ist eine hormonelle Therapie möglich. Erst wenn der Hoden nach Vollendung des 1. Lebensjahres nicht im Hodensack liegt, sollte ein operatives Verfahren angewendet werden. Hierbei wird der Hoden mikrochirurgisch (mit Hilfe einer Lupenbrille) aus den Verklebungen gelöst und so freipräpariert, dass er spannungsfrei im Hodensack vernäht werden kann. 

Eine Hodentorsion, also eine plötzliche Hodenverdrehung, führt dazu, dass der Hoden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird. Dies ist ein kinderurologischer Notfall! Plötzlich auftretende Hodenschmerzen sollten sofort in der urologischen Notfallambulanz abgeklärt werden.

Bei einer Harnstauungsniere ist der Übergang vom Nierenbecken in den Harnleiter verengt und der Urin deshalb in seinem Abfluss gegebenenfalls gestört (Nierenbeckenabgangsenge). Seltener sind auch Harnleitervergrößerungen (Megaureter) oder Blasenentleerungsstörungen der Grund für eine Stauungsniere. Die Diagnose erfolgt anhand von Ultraschall oder nuklearmedizinischen Untersuchungen. Die weitere Behandlung wird dann individuell und abhängig vom Ausmaß der Erkrankung festgelegt.


Bei einer Refluxerkrankung läuft Urin aus der Blase in den Harnleiter bis ins Nierenbecken zurück, da die Funktion des Harnleiters gestört ist. Gründe dafür können eine angeborene Veränderung des Harnleiters (primärer Reflux) oder auch ein erhöhter Blasendruck (sekundärer Reflux) sein. Patienten mit einer Refluxerkrankung leiden zunächst an sich häufigen Harnwegsinfektionen. Bei geringer Ausprägung einer primären Reflux-Erkrankung reicht zunächst eine Antibiotikatherapie aus. Erst wenn diese nicht ausreicht oder die Ausprägung stärker ist, kommt ein minimalinvasiver Eingriff in Betracht. Dabei wird ein körperverwandtes Gel unter die Harnleitermündung gespritzt, das die Ventilfunktion wiederherstellen kann. Bei sehr ausgeprägten Befunden oder dem Versagen einer endoskopischen Unterspritzung besteht die Möglichkeit einer konventionellen operativen Versorgung. Bei einem sekundären Reflux hingegen muss zunächst die Ursache gefunden und therapiert werden. Hiernach kann sich ein Reflux von alleine rückbilden.

Das Einnässen ist eine Erkrankung, die Mädchen und Jungen betrifft und bei der wir Ihnen weiterhelfen können. Die betroffenen Kinder werden entweder überhaupt nicht ,,trocken” oder beginnen, nachdem sie bereits „trocken“ waren, wieder erneut einzunässen. Als Enuresis wird das alleinige nächtliche Einnässen bezeichnet. Ursache dafür kann ein fortbestehendes frühkindliches Wasserlass-Verhalten sein, so dass in Folge die Kapazität der Blase zu gering ist.

Eine kindliche Inkontinenz bezeichnet hingegen jeglichen kindlichen Urinverlust, also auch tagsüber, für die verschiedene anatomische Auffälligkeiten ursächlich sein können. Diese Störung kann ein Hinweis auf eine organische Veränderung im Bereich der Nieren, Blase oder Harnröhre sein.

Im Rahmen einer individuellen sogenannten Stufendiagnostik wird die Ursache der Enuresis/Inkontinenz ermittelt. Hiernach richtet sich dann eine individuell auf das Kind abgestimmte Behandlung.

Kindgerechte Unterbringung

Unsere kleinen Patienten können in der Helios St. Johannes Klinik kindgerecht untergebracht werden. Dort stehen so genannte Eltern-Kind-Einheiten zur Verfügung. So können Sie Ihr Kind während des gesamten Aufenthaltes begleiten. Unser attraktives Spielzimmer soll unseren kleinen Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich machen.

Für weitere Informationen

Wenn Sie Fragen zu bestimmten Abläufen in unserer Abteilung oder zu unserem Leistungsangebot haben, sprechen Sie uns jederzeit gerne an.

Kontakt

Sigrid Zuber

Chefarztsekretariat
Sigrid Zuber

E-Mail

Telefon

0203 546 34201