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Wasserbruch (Hydrocele tesis)

Der Wasserbruch bezeichnet eine schmerzlose, mit Flüssigkeit gefüllte Schwellung in der Leiste und/oder des Hodensackes (Hydrocele testis) beim Jungen.

Beim Wasserbruch besteht wie beim Leistenbruch eine offene Verbindung zwischen Bauchraum und Hodensack. Diese Verbindung ist beim Wasserbruch so klein, dass nur Flüssigkeit aus dem Bauchraum in den Hodensack abfließen kann. Die dort angesammelte Flüssigkeit bildet dann den Wasserbruch. Bei einer Einklemmung des Wasserbruches ohne zusätzlich bestehendem Leistenbruch besteht keine Gefahr. Meist bildet sich der Wasserbruch innerhalb von 6 bis 12 Monaten von selbst zurück.

Bei unkomplizierten Wasserbrüchen wird bis zum Alter von 12 Monaten abgewartet, ob sich der Wasserbruch von selbst zurückbildet. Bei anhaltendem Wasserbruch ist eine operative Behandlung zum Schutz des Hodens notwendig. Bei sehr großen, „straffen“ Wasserbrüchen kann eine notwendige Operation früher in Betracht gezogen werden. 

Das Vorgehen gleicht der offenen Operation beim Leistenbruch. Manchmal ist es erforderlich, einen Schlauch (Drainage) zur Ableitung des Wundwassers zu legen.
Die bei uns verwendeten Hautfäden sind selbstauflösend. Nach der Operation sollte die Wunde eine Woche trocken gehalten werden. Weiterhin sollte sich das Kind für ein paar Tage ausruhen.

Bei andauerndem Wasserbruch ist es wichtig, den Kinderarzt oder Kinderchirurgen zur Abklärung der weiteren Behandlung aufzusuchen.
Nicht selten besteht nach der Operation (postoperativ) noch ein geringer „nachlaufender“ Wasserbruch durch Restflüssigkeitsausfluss. Im weiteren Verlauf tritt meist eine spontane Normalisierung ein.