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Magenpförtnerenge (hypertrophe Pylorusstenose)

Eine Magenpförtnerenge ist ein plötzliches Erbrechen kurz nach der Mahlzeit.
Kinder mit diesem Krankheitsbild entwickeln sich nach der Geburt völlig normal. Im Alter von 4 bis 6 Wochen tritt zunehmend plötzliches Erbrechen nach den Mahlzeiten auf. Das Erbrochene riecht säuerlich und besteht aus Magensaft und angedauter Milch. Im weiteren Verlauf führt das dann zu einer Gewichtsabnahme und zur Austrocknung des Babys (Dehydratation). In 4 von 5 Fällen sind Jungen betroffen.

Bei der Magenpförtnerenge (hypertrophen Pylorusstenose) ist der Magenausgang durch eine Verdickung (Hypertrophie) des Magenpförtnermuskels verengt. Somit kann die in den Magen aufgenommene Milch nicht mehr weitertransportiert werden und es kommt zum typischen plötzlichen Erbrechen. Einige Kinder reagieren mit Atemaussetzern (Apnoen) und müssen mittels Pulsoxymetrie (Messung der ausreichenden Atmung) überwacht werden.

Nach Ausgleich der durch den Flüssigkeitsverlust aufgetretenen, mitunter gravierenden Blutveränderungen (Alkalose), erfolgt die operative Behandlung. Nur dadurch lässt sich die Engstelle schnell und sicher beheben. 

Die Operation geschieht über einen kleinen Schnitt oder minimal-invasiv mittels Knopflochchirurgie (Laparoskopie). Hierbei wird der verdickte Magenpförtnermuskel (Pylorusmuskel) längs gespalten und die Nahrung kann wieder ganz normal durch den Magen-Darm-Trakt transportiert werden. Der Kostaufbau nach der Operation gelingt meistens sehr zügig. Die verwendeten Fäden sind selbstauflösend.

Bei anhaltendem plötzlichem Erbrechen ist ein sofortiger Besuch beim Kinderarzt oder Kinderchirurgen notwendig. Diese überweisen dann umgehend in eine Klinik für Kinderchirurgie.