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Fehlbildung des Afters (Analatresie, anorektale Fehlbildung [ARM])

Bei diesem Krankheitsbild handelt es sich um eine Fehlbildung des Enddarmes mit Fehlen oder Verengung und Fehllage der äußeren Darmöffnung. Somit kann der Stuhlgang nicht entleert werden oder es kommt zur Verstopfung bzw. zum Bleistiftstuhl. Beim Jungen endet der Blindsack häufig in der Harnröhre oder in der Harnblase. Dadurch können Infektionen entstehen, sodass eine vorbeugende Antibiotikagabe notwendig sein kann. 

Pränataler Ultraschall:
Die Diagnose kann nur im Ausnahmefall vor der Geburt gestellt werden.

Hierbei handelt es sich um eine in der Frühschwangerschaft entstehenden, angeborene Fehlbildung im Rahmen der Entwicklung des Embryos (Babys) im Mutterleib. Die Häufigkeit beträgt etwa 1 unter 4000 Neugeborenen. Eine familiäre Häufung ist selten gegeben.

Ziel der Behandlung sind eine gute Lebensqualität und insbesondere die Stuhlkontinenz (Fähigkeit, Harn oder Stuhlgang zurückzuhalten).
Je nach Ausprägung der Fehlbildung sind in Abhängigkeit vom Typ der Fehlbildung individuelle Behandlungsmethoden notwendig. Diese reichen von der Dehnung des Afters bei Verengung bis zur operativen Behandlung. Zusätzlich sind immer eine Herzuntersuchung sowie eine Nierenultraschalluntersuchung erforderlich um Begleitfehlbildungen auszuschließen (VACTERL-Assoziation).

Bei der sogenannten Durchzugsoperation wird überwiegend die posteriore sagittale Anorektoplastik (PSARP) angewendet. Die Methode wird häufig auch Pena-Operation genannt. Das wichtigste Ziel der Operation, ist die genaue Positionierung des Darmendes in den Schließmuskel-Komplex. Die Operation wir meist im Alter von circa 2 bis 3 Lebensmonaten ausgeführt. 
Je nach Höhe des blind endenden Enddarmes ist auch ein schützender künstlicher Darmausgang notwendig. 

Kinder mit anorektaler Fehlbildung bedürfen einer langfristigen Nachsorge. Diese bieten wir im interdisziplinären Team an. 

SoMA e.V.
Selbsthilfegruppe für Menschen mit Anorektal-Fehlbildungen
Blombergstarsse 9 
D-81825 München