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Eierstockzyste (Ovarialzyste)

Die Eierstock- oder Ovarialzyste beschreibt einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum am Eierstock. Ab einer bestimmten Größe kann dieser zu einer Verdrehung des Eierstockes führen, mit akut einsetzenden Unterbauchschmerzen, die der einer Blinddarmentzündung (Appendizitis) ähneln. Meist zeigt die Eierstockzyste nur geringe Beschwerden oder wird bei der Ultraschalluntersuchung als Zufallsbefund entdeckt.

Es gibt verschiedene Formen der Eierstockzysten, welche im Kindesalter vorkommen können:

Funktionelle Zysten/Retentionszysten: Sie treten gelegentlich im normalen Menstruationszyklus, meist aber bei noch unregelmäßigem Hormonhaushalt in der Pubertät auf.

Dermoidzysten (matures Teratom): Diese Zysten sind in erster Linie gutartig und können sehr groß werden. 

Neubildungen (Tumore): Es handelt sich um seltene Keimzelltumoren, die eine spezielle Diagnostik und Therapie erfordern.

Die Therapie der Eierstockzyste ist vom vorliegenden Zystentyp und den auftretenden Beschwerden abhängig.
Eine Verdrehung des Eierstockes muss so schnell wie möglich operativ behoben werden, um ein Absterben des betroffenen Eierstockes bei Abschnürung der Gefäßversorgung zu verhindern. Gelegentlich kann der Eierstock dann zurückgedreht werden. Zysten, die funktionstüchtig sind, können durch Verbesserung des Hormonhaushaltes behandelt werden. Ab einer gewissen Größe oder bei unregelmäßiger Beschaffenheit sollten auch beschwerdefreie Zysten operativ entfernt werden.

Die Operation wird minimal-invasiv (Bauchspiegelung) durchgeführt. Es erfolgt ein ca. 5 bis 10 Millimeter langer Schnitt im Bereich des Nabels für die Kamera und zwei ca. 3 bis 5 Millimeter lange Schnitte im Bereich des Unterbauches für die Instrumente. Die Eierstockzyste wird entfernt und eine eventuelle Verdrehung des Eierstockes wird aufgelöst. Zur Entfernung großer Zysten ist ein kosmetisch günstiger Pannenstiel-Schnitt im Unterbauch erforderlich.

Eierstockzysten sollten in regelmäßigen Abständen mithilfe von Ultraschall kontrolliert werden.