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Unser Behandlungsangebot

Wir bieten Ihnen das gesamte Spektrum modernster Dialysemöglichkeiten und die Kompetenz eines erfahrenen Teams in den modernen Räumlichkeiten der Helios Marien Klinik.

  • Feststellung von Nierenerkrankungen
  • Untersuchung der Nierenfunktion

Behandlung von

  • Begleiterkrankungen bei eingeschränkter Nierenfunktion
  • Erkrankungen der Nierenkörperchen (Glomerulonephritis)
  • erheblichen Nierenerkrankungen
  • Nierenbeteiligung bei Stoffwechselerkrankungen, insbesondere Diabetes mellitus
  • Nierenbeteiligung bei Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis (Autoimmunerkrankungen)
  • Nierenfunktionsstörungen bei urologischen Krankheitsbildern
  • Nierenbeteiligung bei onkologischen Erkrankungen
  • Nieren- (und Pankreas-) Transplantationsnachsorge

Erkrankungen der Niere haben in der Regel Auswirkungen auf andere Organsysteme, so dass ergänzend eine spezielle Diagnostik erforderlich ist. Dazu bieten wir in unserem Nierenzentrum in der Zusammenarbeit mit unseren Fachärzten verschiedene Verfahren an.

  • Ultraschalluntersuchung des Abdomens, der Nieren, eines Nierentransplantates und der Dialyseshuntgefäße inklusive der Durchblutungsdiagnostik (farbkodierte Duplexsonographie)
  • Spezielle Laboruntersuchungen
  • Abklärung sekundärer Hypertonieursachen
  • Vorbereitung zur Nieren- (und Bauchspicheldrüsen-)transplantation 
  • Transplantationsnachsorge
  • Planung und Vorbereitung von Dialyseverfahren
  • EKG, Langzeitblutdruckmessung
  • mikroskopische Urinsedimentuntersuchung
  • Blutgasanalyse

Die Hämodialyse ist das bekannteste Dialyseverfahren. Bei dieser Methode wird das Blut des Patienten in einer künstlichen Niere (Dialysator) außerhalb des Körpers gereinigt. Der Blutkreislauf wird dabei von einem Dialysegerät überwacht und gesteuert.

Die meisten Patienten mit chronischem Nierenversagen erhalten eine Hämodialyse-Behandlung, die drei- bis viermal wöchentlich entweder in einem Dialysezentrum oder zu Hause erfolgt. Bei diesem Therapieverfahren übernimmt modernste Technik wichtige Funktionen der Niere. Das Dialysegerät pumpt das Blut über ein Schlauchsystem in einen besonderen Filter, den Dialysator, der die eigentliche künstliche Niere ist. Hier wird das Blut des Patienten von Abfallprodukten des Stoffwechsels gereinigt und von überschüssigem Körperwasser befreit. Eine Dialyselösung nimmt die unerwünschten Stoffwechselprodukte auf. Das gereinigte Blut wird dem Patienten wieder zugeführt.
Während im Dialysator der Reinigungsvorgang abläuft, überwacht das Dialysegerät den Blutkreislauf außerhalb des Körpers, pumpt Blut und Dialyselösung über getrennte Kreisläufe in den Dialysator und kontrolliert die Zusammensetzung der Dialyselösung. Außerdem setzt es dem Blut ein gerinnungshemmendes Medikament zu. Dieses verhindert die Bildung von Blutgerinnseln im Schauchsystem und im Filter.

Bei der Hämodialyse wird eine größere Menge Blut gereinigt. Über die natürlichen Blutgefäße des Menschenist dies nicht möglich. In den Venen, die direkt unter der Haut liegen, ist der Blutfluss nicht ausreichend. In den Arterien ist dagegen der Blutdruck zu groß. Außerdem liegen sie deutlich tiefer und sind daher schwer zu finden. Deshalb wird bei einer kleinen Operation eine Kurzschlussverbindung zwischen einer Arterie und einer Vene geschaffen, meistens im Unterarmbereich. Das Blut durchströmt die Vene dann mit einem höheren Druck und einer höheren Fließgeschwindigkeit. Diese für die Blutversorgung ungefährliche Kurzschlussverbindung wird als Shunt bezeichnet. Wenn kein Shunt vorhanden ist, kann die Blutentnahme vorläufig auch über einen Katheter erfolgen, der in eines der großen Blutgefäße eingelegt wird.

Bei der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) dient das eigene Bauchfell des Patienten, das Peritoneum, als Filter zur Reinigung des Bluts. Das Bauchfell hat ähnliche Eigenschaften wie die Membranen des Dialysators: Durch seine Poren kann es bestimmte Stoffe hindurchlassen und andere zurückhalten. Von den weltweit mehr als 2,3 Millionen Dialysepatienten nutzen etwa 250.000 die Peritonealdialyse. Diese Art der Dialyse kann vom Patienten selbst zuhause und unter geregelten Bedingungen auch Unterwegs und am Arbeitsplatz durchgeführt werden.

Durch einen durch die Bauchdecke eingesetzten Katheter, einen kleinen Kunststoffschlauch, fließt eine sterile Flüssigkeit (Dialysierlösung) in die Bauchhöhle und umspült dort mehrere Stunden lang das gut durchblutete Bauchfell (Peritoneum). Währenddessen treten die Stoffwechselabfallprodukte im Blut über Poren im Bauchfell in die Dialyselösung über. Zusätzlich wird durch die Dialysierlösung überschüssiges Körperwasser in die Bauchhöhle entzogen. Schließlich wird die Dialyseflüssigkeit mit den Giftstoffen und dem überschüssigen Wasser wieder über den Katheter entfernt und durch frische Dialyselösung ersetzt.

In unserem Nierenzentrum erhalten Sie eine ausführliche Schulung, um das Verfahren selbst durchführen zu können.
Wir bieten Ihnen alle Formen der Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse) an.
Selbstverständlich ist es möglich zwischen den Dialyseverfahren zu wechseln.