ACHTUNG! Geänderte Besucherregelung

Informationen zu aktuellen Besuchsregelungen aufgrund der Corona-Pandemie finden Sie unter nachfolgendem Link: 

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Operative Behandlungsmöglichkeiten

Gut zu wissen

Bei den operativen Maßnahmen ist in der Regel kein langer Krankenhausaufenthalt nötig.

Operative Behandlungsmöglichkeiten für Belastungs- oder Stressinkontinenz

 

Tension Free Vaginal Tape (TVT):

Bei der Schlingen-Operation wird ein kleines Bändchen unter der Haut über die Scheide um die Harnröhre gelegt. Damit stützt es die Harnröhre und der Urin kann besser gehalten werden.

Dieses künstliche kleine Netz kann in seltenen Fällen zu Schmerzen führen oder sich in die Harnblase oder durch die Scheide „schubbeln“. Um das zu verhindern, sollten Sie im Anschluss regelmäßig Östrogensalbe oder Zäpfchen für die Scheide nutzen.

 

Kolposuspension nach Burch:

Dieser Eingriff erfolgt durch einen kleinen Schnitt im Unterbauch. Die Scheide wird im Bereich des Blasenhalses und der Harnröhre mit Fäden leicht angehoben und so der Defekt im Beckenboden korrigiert.

 

Bulking Agents:

Hierbei wird z. B. Hyaluronsäure in vier kleinen Depots um die Harnröhre gespritzt. Dadurch kann der noch vorhandene Schließmechanismus der Harnröhre wieder besser funktionieren.

Operative Behandlungsmöglichkeiten für Dranginkontinenz

 

Botulinumtoxin-Injektionen:

Botulinumtoxin oder umgangssprachlich auch Botox genannt, kann in die Blasenwand injiziert werden. Es hilft sehr gut bei der Reizblase, muss aber ggf. etwa zwei- bis dreimal im Jahr wiederholt werden, da die Wirkung langsam nachlässt.

 

Sakrale Neurostimulation/Beckenbodenschrittmacher:

Bei der sakralen Neuromodulation wird eine dünne Elektrode im Bereich des Kreuzbeins an den Sakralnerven eingepflanzt. Der Schrittmacher gibt dann leichte Reizströme an die Nervengeflechte hinter dem Kreuzbein ab. Diese bewirken eine Beruhigung der körpereigenen Nervenimpulse und somit der Reizblase.

Merke:

Nach diesen Operationen sollten Sie für einen langfristigen Erfolg die lokale Hormonbehandlung weiter durchführen, Beckenbodengymnastik machen, schweres Heben für mindestens sechs Monate vermeiden und eine ggf. vorhandene Verstopfung behandeln.