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Hernien, Galle und Co. – Operative Versorgung gutartiger Erkrankungen

Hernien, Galle und Co. – Operative Versorgung gutartiger Erkrankungen

Auch gutartige Erkrankungen wie etwa ein Bauchwandbruch, eine Leberzyste oder eine akute Entzündung bedeuten für den Patienten eine große Belastung, bei ausbleibender Therapie können daraus zudem lebensbedrohliche Komplikationen entstehen. Wir sind auf die schonende operative Versorgung solcher Fälle spezialisiert. Eine Übersicht finden Sie hier.

Während bei Notfalloperationen, wie etwa bei einem Blinddarmdurchbruch, die schnelle Behebung der Ursache höchstes Gebot ist, können wir bei geplanten Eingriffen neben Ihrer Sicherheit auch die schonende und schnelle Erholung in den Mittelpunkt stellen. Daher ist unser Ziel, gerade diese Operationen minimal-invasiv vorzunehmen, was auch nahezu immer gelingt. Die kleineren Schnitte führen zu schnellerem Wohlbefinden, früherem Kostaufbau – oftmals muss dieser so gut wie gar nicht unterbrochen werden – und schnellerer Mobilisation.

Eine Sonderstellung nehmen in unserer Abteilung die proktologischen Erkrankungen ein, die mit hoher Fachkompetenz in einer eigenen Sektion schon seit Jahren am Hause behandelt werden. Neben den akuten Entzündungen ist hier die Funktionsstörung des Mastdarms ein weiterer Schwerpunkt. Hier führen wir die erforderliche Diagnostik durch und empfehlen die für Sie geeignete Therapie.

Krankheitsbilder im Detail

Dazu gehören unter anderem die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Blinddarmentzündungen (Appendizitis) oder bestimmte proktologische Erkrankungen.

Hier operieren wir in den entzündungsfreien Intervallen in enger Absprache mit der gastroenterologischen Abteilung. Notfälle sind davon natürlich ausgenommen.

Die sogenannte Refluxerkrankung ist eine „Volkskrankheit“. Oft können wir sie durch medikamentöse Behandlung gut beherrschen. Ist das aber nicht der Fall, klären wir über eine spezielle Diagnostik, ob eine Operation sinnvoll helfen kann.

Das Prinzip dieser Operation liegt darin, um den Mageneingang eine Manschette anzulegen. Dadurch wird  saures Aufstoßen reduziert oder idealer Weise sogar verhindert. Der Eingriff erfolgt in minimal-invasiver Technik und erlaubt nach erfolgreichem Verlauf binnen weniger Tage wieder eine beschwerdefreie Nahrungsaufnahme.

Dazu gehören vor allem Komplikationen bei Geschwüren im Magen oder dem Zwölffingerdarm.

Denn während die Operationen bei gut- und bösartigen Neubildungen des Magens fester Therapiebestandteil sind, ist der Eingriff bei anderen Magenerkrankungen sehr selten geworden. Insbesondere die Behandlung von Magengeschwüren ist heute eine Domäne der konservativen Therapie. Kommt es aber zum Magen- oder Zwölffingerdarmdurchbruch, ist die operative Therapie unumgänglich. Eine solche Notfall-OP kann sehr gut minimal-invasiv vorgenommen werden. Meistens genügt der einfache Nahtverschluss des Durchbruches.

Zweifellos stellt die operative Therapie von Schilddrüsenerkrankungen den häufigsten Eingriff an den sogenannten endokrinen Drüsen (hormonausschüttende Drüsen) dar. Und gerade hier stellt neben der Behandlung des Leidens die Kosmetik eine entscheidende Rolle, liegt das Organ doch unmittelbar neben dem Kehlkopf, also einem in der Regel gut sichtbaren Bereich. Daneben gilt es bei der Operation zwei weitere, wesentliche Dinge zu beachten: Die Nebenschilddrüsen müssen erhalten und der Stimmbandnerv in seinem Verlauf gesichert werden. Das geschieht vor allem durch die lange Erfahrung unserer Chirurgen und die intraoperative Messung der Nervenfunktion. So erzielen wir ein Höchstmaß an Sicherheit und gleichzeitig eine geringe Narbenbildung.

Gutartige Leberveränderungen sind nur selten ein Grund für eine Operation. Erfüllen sie aber bestimmte Kriterien meist geht es hier um die Größe der Befunde oder die Ausprägung der Beschwerden – kann eine Operation helfen. Je nach Lage und Größe kann der Eingriff in minimal-invasiver Technik vorgenommen werden.

Die Entfernung der Gallenblase, etwa im Zuge einer Entzündung, ist fraglos eine der häufigsten Operationen unserer Abteilung. Nahezu ausnahmslos kann dieser Eingriff in minimal-invasiver Technik vorgenommen werden, etwa über den Bauchnabel („Single-Port“) oder bei Frauen über die Scheide („NOTES“).

Eingeweidebrüche (Hernien) sind Vorwölbungen von Baucheingeweiden, meistens Darmabschnitten, durch bestehende oder erworbene Schwachstellen der Bauchwand. Sehr häufig sind Leistenbrüche und, als Folge früherer Operationen, Narbenbrüche. Sie entwickeln sich nicht von alleine zurück und ein Eingriff ist meist unumgänglich. Aber da aus den Hernien nur selten konkrete Notfälle werden, etwa wenn Organe akut eingeklemmt werden, lässt sich für eine operative Versorgung fast immer ein Termin Ihrer Wahl finden.

In Frage kommen dann folgende Operationsverfahren: der Verschluss allein durch eine Naht oder die offene oder auch minimal-invasive Versorgung durch Einbringung eines Kunststoffnetzes. Da jedes dieser Verfahren bestimmte Vor- und Nachteile hat, besprechen wir diese mit Ihnen und finden den zu Ihrer Lebenssituation passenden individuellen Weg.

Raumforderungen an den Nebennieren werden heutzutage überwiegend per Zufall in Röntgen- oder Ultraschall-Untersuchungen gefunden. Manchmal bilden sie auch Hormone, so dass wir gezielt nach solchen Veränderungen suchen können. Einmal festgestellt, besteht unter bestimmten Umständen die Notwendigkeit für eine operative Entfernung. Das erfolgt in minimal-invasiver Technik und ist nur gering belastend. Bereits nach wenigen Tagen ist eine Entlassung aus dem Krankenhaus möglich.

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