Risikopatient besiegt das Corona-Virus – und bedankt sich bei den Klinikmitarbeitern
Pressemitteilung

Risikopatient besiegt das Corona-Virus – und bedankt sich bei den Klinikmitarbeitern

Dachau

Er infizierte sich mit dem Corona-Virus und bekam eine schwere Lungenentzündung. Zwei Wochen lang wurde Gebhard Sterflinger auf der Intensivstation künstlich beatmet. Nach fast neun Wochen in den Helios Amper-Kliniken Dachau und Indersdorf hat sich der 77-Jährige jetzt mit einem besonderen Geschenk bei den Mitarbeitern für die lebensrettende medizinische Hilfe und Pflege bedankt.

Wann und wo sich Gebhard Sterflinger mit dem Corona-Virus infiziert hat, weiß er nicht genau. Er vermutet, dass er sich im März in einer Menschenmenge mit Covid-19 angesteckt hat. Der 77-Jährige bekam die klassischen Symptome einer Corona-Infektion: trockenen Husten, Hals- und Gliederschmerzen. Und er verspürte einen Druck auf der Lunge. Als die Symptome stärker wurden, alarmierte seine Frau den Rettungsdienst. Herr Sterflinger wurde umgehend in die Nothilfe des Amper-Klinikums Dachau gebracht, wo in Corona-Zeiten äußerst strenge Sicherheitsvorkehrungen herrschen.

Die Diagnose: schwere Lungenentzündung. Ein Abstrich ergab, dass Gebhard Sterflinger Corona-positiv ist. Er kam von der Notaufnahme zunächst auf die Isolierstation. Für Corona-Patienten, die in der Nothilfe untersucht werden, gelten besondere Schutzmaßnahmen, um Infektionen zu vermeiden. Den direkten Weg zur Isolierstation dürfen nur bestimmte Mitarbeiter betreten, die entsprechende Schutzkleidung tragen.

Künstliche Beatmung auf der Intensivstation
Herr Sterflinger musste aufgrund seiner schweren Lungenentzündung auf die Intensivstation verlegt und zwei Wochen lang künstlich beatmet werden. „Die Sterblichkeit liegt bei Corona-Patienten im Alter von 70 bis 79 Jahren bei acht Prozent, bei Patienten, die beatmet werden müssen, ist sie deutlich höher und beträgt bis zu 80 Prozent“, berichtet Privatdozent Dr. Bernhard Witzenbichler, Chefarzt Kardiologie und Pneumologie. „Bei Gebhard Sterflinger mussten alle Register der modernen Intensivtherapie gezogen werden. Zur Aufrechterhaltung einer ausreichenden Sauerstoffversorgung wurde sogar eine Beatmung in Bauchlage erforderlich.“ Die eingeleiteten Maßnahmen zeigten Wirkung: Der Patient erholte sich nach und nach von den schweren Folgen der Covid-19-Infektion und konnte wieder auf die Isolierstation zurückverlegt werden.
Mehr als sechs Wochen wurde er im Klinikum Dachau behandelt. Mit sehr gutem Erfolg, so Chefarzt Witzenbichler: „Der Patient hat trotz des schweren Krankheitsverlaufs keine bleibenden Schäden davongetragen und die Lunge ist wieder voll funktionsfähig.“

Nach einem negativen Corona-Testergebnis wurde Herr Sterflinger Anfang Mai in die Amper-Klinik Indersdorf verlegt, die auf Altersmedizin spezialisiert ist. In der stationären geriatrischen Rehabilitation wurde der Patient fit für den Alltag gemacht. Dabei hat ihm ein ganzes Team aus Geriatern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Reha-Fachpflegekräften und Neuropsychologen geholfen. „Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagt Gebhard Sterflinger. „Alle hier waren so nett und hilfsbereit.“ Dr. Christian Lechner, Chefarzt Neurologie und Neurogeriatrie, betreute den Patienten während seiner Zeit in der Klinik Indersdorf. „Herr Sterflinger ist wieder voll belastbar. In der Reha hat er alle Fähigkeiten wiedererlangt, um den Alltag im vollen Umfang bewältigen zu können.“

Erster Besuch nach sechs Wochen
Als das Besuchsverbot in der zweiten Mai-Woche etwas gelockert wurde, erhielt Gebhard Sterflinger am Muttertag zum ersten Mal Besuch von seiner Frau. „Sechs Wochen hatten wir uns wegen des Besuchsverbots in den Kliniken nicht gesehen“, erzählt er. „Das Wiedersehen war so schön.“ Nur telefonisch hatte er in den vergangenen Wochen Kontakt zu seiner Familie halten können.

Jetzt blickt er dankbar zurück: „Ich wurde in den beiden Kliniken sehr gut und liebevoll betreut“, so der 77-Jährige. „Ich möchte mich bei den Ärzten, Pflegern und Therapeuten für ihre großartige Hilfe bedanken.“ Er hat dem Krankenhaus eine Kaffeemaschine spendiert – die Mitarbeiter freuen sich sehr über diese Geste und die Anerkennung ihrer Leistung.


Das Helios Amper-Klinikum Dachau versorgt jährlich rund 22.000 stationäre Patienten, die Helios Amper-Klinik Indersdorf rund 800 akutstationäre sowie 1.200 stationäre Reha-Patienten. Weitere rund 36.000 Patienten werden ambulant von den rund 1.200 Mitarbeitern der beiden Klinikstandorte medizinisch versorgt. Die 14 Fachabteilungen in Dachau verfügen zusammen über 435 Betten. Die Klinik in Markt Indersdorf ist spezialisiert auf Altersmedizin und verfügt mit der Akutgeriatrie sowie der stationären und ambulanten geriatrischen Rehabilitation über insgesamt 90 Betten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:
Pia Ott
Pressesprecherin
Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: (08131) 76-533
E-Mail: pia.ott@helios-gesundheit.de

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Pressebild zum Download (PDF) Bildunterschrift: Gebhard Sterflinger (l.) mit dem Chefarzt Neurologie und Neurogeriatrie, Dr. Christian Lechner. © Helios