Plötzlicher Herztod: Die wahren Auslöser des Sekundentods

Plötzlicher Herztod: Die wahren Auslöser des Sekundentods

Es kann jeden treffen, aber Männer trifft es mindestens doppelt so häufig wie Frauen: Über die Ursachen des plötzlichen Herztods klärt Kardiologie-Chefarzt Dr. med. Bernhard Witzenbichler auf dem Gesundheitsforum Dachau auf

Der plötzliche Herztod tritt schnell und meistens völlig unerwartet ein. Nach Angaben des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (DZHK) sterben auf diese Art in Deutschland jedes Jahr rund 65.000 Menschen. Diese Zahl entspricht 20 Prozent aller durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachten Todesfälle. Der Betreffende wird bewusstlos, weil das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Der Herztod wird meist ausgelöst durch schwere Herzrhythmusstörungen, die innerhalb von wenigen Minuten zum Herzstillstand führen.

Die Überlebenschance ist größer, je schneller entsprechende Gegenmaßnahmen gestartet werden. Mit jeder Minute, in der das Herz nicht schlägt, sinkt die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent. „Auch Laien können mit Sofortmaßnahmen helfen: Sie sollten sofort einen Notruf absetzen und dann umgehend mit einer Herzdruckmassage beginnen“, rät Privatdozent Dr. med. Bernhard Witzenbichler, Chefarzt Kardiologie und Pneumologie am Helios Amper-Klinikum Dachau. Befindet sich ein Defibrillator vor Ort, sollte auch dieser eingesetzt werden. „Das Gerät gibt über Elektroden Stromstöße ab, die das Herz wieder in den natürlichen Takt zurückführen“, erklärt der Kardiologe.

Schnelle Wiederbelebung verhindert Gehirnschäden
Überlebt der Betroffene den plötzlichen Herzstillstand, hängt der weitere Krankheitsverlauf entscheidend davon ab, wie schnell mit den Gegenmaßnahmen begonnen wurde. Vergeht zu viel Zeit bis zur Wiederbelebung, können aufgrund des Sauerstoffmangels schwere Gehirnschäden entstehen.

Die Gründe für einen plötzlichen Herztod sind verschieden. Nach Angaben des DZHKs werden die Herzrhythmusstörungen in 80 Prozent der Fälle durch einen unvorhersehbaren Herzinfarkt ausgelöst. Zu der Gruppe der Risikopatienten zählen Menschen, die bereits einen Herzinfarkt hatten, der zu einer deutlichen Herzmuskelschwäche geführt hat, oder Personen mit einer anderen bereits bekannten Herzerkrankung. Auch Patienten, die unter Bluthochdruck oder Diabetes mellitus leiden, sowie Raucher und Personen mit familiärer Vorbelastung gehören zur Risikogruppe.

Erhöhtes Risiko für Männer und ältere Menschen
Männer sind doppelt so stark gefährdet wie Frauen. Das ergab eine Studie der American Heart Association, die das Lebenszeitrisiko für den plötzlichen Herztod analysiert hat. Andere Untersuchungen gehen sogar von einem dreimal so hohen Risiko bei Männern aus. Vom plötzlichen Herztod sind vor allem ältere Menschen betroffen. Bei jüngeren kann eine nicht bekannte angeborene Herzerkrankung vorliegen, die unter starker körperlicher Belastung, wie zum Beispiel Leistungssport, zum Sekundentod führt.

Die beste Prävention sind regelmäßige Untersuchungen des Herzens, um mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. „Auch wer auf eine gesunde Lebensweise achtet, sich regelmäßig bewegt und ausgewogen ernährt, kann einer koronaren Herzerkrankung vorbeugen“, sagt Chefarzt Dr. med. Witzenbichler. Um einen erneuten Herzstillstand zu verhindern, kann Patienten ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Sollten wieder Herzrhythmusstörungen auftreten, sendet das kleine Gerät elektrische Signale, um diese zu beenden.

Die Veranstaltung „Plötzlicher Herztod: Die wahren Auslöser des Sekundentods“ findet im Tagungsraum 1 (Untergeschoss) des Helios Amper-Klinikums Dachau statt. Sie beginnt am Mittwoch, 6. November 2019, um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Im Anschluss an den Vortrag bleibt ausreichend Zeit für Fragen der Besucher.


Das Helios Amper-Klinikum Dachau versorgt jährlich rund 22.000 stationäre Patienten, die Helios Amper-Klinik Indersdorf rund 700 akutstationäre sowie 1.200 stationäre Reha-Patienten. Weitere rund 36.000 Patienten werden ambulant von den über 1.200 Mitarbeitern der beiden Klinikstandorte medizinisch versorgt. Die 14 Fachabteilungen in Dachau verfügen zusammen über 435 Betten. Die Klinik in Markt Indersdorf ist spezialisiert auf Altersmedizin und verfügt mit der Akutgeriatrie sowie der stationären und ambulanten geriatrischen Rehabilitation über insgesamt 95 Betten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von neun Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund drei Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:
Pia Ott
Pressesprecherin
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Pressebild zum Download (JPG) Bildunterschrift: Privatdozent Dr. med. Bernhard Witzenbichler, Chefarzt Kardiologie und Pneumologie am Helios Amper-Klinikum Dachau. © Helios