Schlafbezogene Bewegungsstörungen (Restless-Legs-Sysndrom)

Diagnose

Ein „Restless-Legs-Syndrom“ ist eine inzwischen häufig gestellte Diagnose. Allein durch die Beantwortung folgender vier Aussagen mit „JA“ kann von dem Vorliegen einer solchen Diagnose ausgegangen werden:

  • quälende Missempfindungen in den Beinen und/oder Armen. Dabei werden die Missempfindungen oft als Ziehen, Reißen, Jucken oder Prickeln beschrieben
  • Unruhe der Gliedmaßen oder des ganzen Körpers.
  • Die Beschwerden machen sich hauptsächlich in Ruhe und Entspannung bemerkbar.
  • Es liegt eine tageszeitliche Verteilung der Beschwerden vor. Überwiegend treten sie in den Abendstunden auf.

Krankheitsbilder

Mit einer solchen Diagnose ist man beim niedergelassenen Neurologen gut aufgehoben. Mehrere gut wirksame Medikamente sind inzwischen zur Behandlung dieses quälenden Leidens verfügbar. Allerdings sollte unterschieden werden, ob es sich bei dem RLS-Syndrom um die „idiopathische“ und familiär gehäuft vorkommende Form handelt, oder ob eine Niereninsuffizienz oder Mangel an Eisen dafür verantwortlich zu machen ist.

Oftmals leiden Patienten im Schlaf unter einer ähnlichen Symptomatik von Bein- und/oder Armbewegungen. Dieses Syndrom nennt sich „Syndrom periodischer Bewegungen im Schlaf“ (PLM-Syndrom). Erinnerlich ist dem darunter Leidenden seine motorische Unruhe nicht - allerdings kommt es wie bei vielen Schlafstörungen zu vermehrten Weckreaktionen (Arousals) und unerholsamen Nachtschlaf. Ob eine solche Erkrankung vorliegt, lässt sich letztgültig nur in einem Schlaflabor diagnostizieren und dementsprechend behandeln.