Computertomographie (CT)

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie, kurz CT, ist eine bildgebende Methode zur Darstellung des menschlichen Körpers. Sie wird in der Neuroradiologie vor allem eingesetzt, um detailreiche Schnittbilder des Gehirns und der Wirbelsäule anzufertigen.

Darstellung einer Hirnblutung. (Helios)

Ihre Stärke ist die nahezu sofortige Verfügbarkeit rund um die Uhr und die Geschwindigkeit der Untersuchung, die nur ca. drei bis fünf Minuten dauert. Die  Computertomographie ist deshalb ideal für Notfälle geeignet. Hirnblutungen können so sicher und schnell nachgewiesen bzw. ausgeschlossen werden. Mit diesem Verfahren können auch Gefäßdarstellungen, sogenannte CT-Angiografien, durchgeführt werden. Außerdem kann die Durchblutung des Gehirns bei Verdacht auf einen Schlaganfall untersucht werden. Dadurch kann im Notfall die Diagnose sehr schnell gestellt und unverzüglich die richtige Therapie eingeleitet werden.

Die Computertomographie arbeitet im Gegensatz zur Magnetresonanztomographie mit Röntgenstrahlen. Für die Untersuchung wird der Patient meist in Rückenlage auf den Untersuchungstisch gelegt und dann in eine kurze Röhre gefahren. Dabei drehen sich die Röntgenröhre und ein Detektor sehr schnell, was der Patient allerdings nicht bemerkt. Ein leistungsfähiger Computer berechnet anschließend die Bilder.

Während der Untersuchung kann, abhängig von der Fragestellung an die Untersuchung, ein jodhaltiges Kontrastmittel in die Venen des Patienten injiziert werden. Das löst ein völlig normales Wärmegefühl aus, welches schnell wieder verschwindet. Das Kontrastmittel ist in der Regel sehr gut verträglich. Allergien sind sehr selten. Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder einer Überfunktion der Schilddrüse ist jedoch Vorsicht geboten. Deshalb sollte vor einer Kontrastmittel-Untersuchung Blut abgenommen werden, um die Nieren- und Schilddrüsenwerte des Patienten zu untersuchen. Im Notfall, z. B. bei Verdacht auf einen akuten Schlaganfall, hat es sich jedoch als sinnvoll erwiesen, die Untersuchung auch ohne Laborwerte sofort durchzuführen, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. So kann die richtige Therapie so schnell wie nur möglich eingeleitet werden.