Schützen Sie sich vor Norovirus-Infekten!

Schützen Sie sich vor Norovirus-Infekten!

Cuxhaven

Die Zahlen der Norovirus-Erkrankungen im Landkreis Cuxhaven steigen wieder an, das vermeldet das Gesundheitsamt. Auch wenn dies aktuell in der Helios Klinik Cuxhaven kein Thema ist – dort sind noch keine Fälle bekannt – so ist man gut vorbereitet und arbeitet eng mit Hygienefachkräften zusammen. Der Ärztliche Direktor Dr. Mohamed Al-Mwalad erklärt, wie es zu so einer Infektion kommen und was jeder vorbeugend tun kann.

Wie kommt es zu einer Norovirus-Infektion?

Dr. Al-Mwalad: Noroviren sind weltweit verbreitet und treten besonders in den Monaten von Oktober bis März vermehrt auf. Übertragen wird er direkt von Mensch zu Mensch. Das Norovirus ist sehr stabil und kann lange auf Oberflächen, wie Waschbecken oder Türklinken überleben.

 

Was löst der Virus für Beschwerden aus?

Dr. Al-Mwalad : Der hoch ansteckende Erreger löst bis zu 48 Stunden nach der Infektion kurze, aber sehr heftige Magen-Darm-Beschwerden mit starker Übelkeit, schwallartigem Erbrechen, Bauchkrämpfen, Durchfällen und Kreislaufbeschwerden aus.

 

Ist das Virus gefährlich?

Dr. Al-Mwalad: Die Erkrankung ist zwar sehr unangenehm, für gesunde Menschen aber meist problemlos zu bewältigen. Die Symptome klingen häufig nach etwa drei Tagen wieder ab. Gefährdet sind Patienten mit Abwehrschwäche und ältere Menschen, wenn durch Erbrechen und Durchfall viel Flüssigkeit und Salze verloren gehen.

 

Wie kann man sich davor schützen?

Dr. Al-Mwalad: Um das Infektionsrisiko zu reduzieren, gilt es, den Kontakt zu Betroffenen zu vermeiden und sich regelmäßig die Hände zu desinfizieren. Besucher sollten besondere Vorsicht walten lassen und gegebenenfalls auf Besuche  in der Klinik verzichten.

 

Trifft die Klinik besondere Hygienemaßnahmen?

Dr. Al-Mwalad: Ja, die Klinik trifft besondere Vorsichtsmaßnahmen, auch wenn wir zur Zeit keine Patienten mit Norovirus behandeln. Dazu gehören beispielsweise die Verlegung eines infektiösen Patienten in ein Einzelzimmer mit eigener Sanitärzelle, eine erhöhte Reinigungsfrequenz des Zimmers und eine häufige und spezielle Händedesinfektion mit viruzidem Händedesinfektionsmittel.

 Alle Mitarbeiter und Besucher die Kontakt mit einem Norovirus infizierten Patienten haben, tragen Einmalhandschuhe, Einmalkittelschürzen, Haube und Mund-Nasenschutz.

 

Wie sieht es in der Helios Klinik Cuxhaven mit der Hygiene aus?

Dr. Al-Mwalad: Hygiene hat bei Helios  hohe Priorität. Die Helios  Kliniken messen die Häufigkeit von Krankenhauskeimen und stellen diese Daten seit 2012 im Hygiene-Portal im Internet (http://www.helios-gesundheit.de/medizin/helios-hygiene-portal.html)  transparent dar. Hier ist nachlesbar, wie viele Patienten mit einem Keim im Krankenhaus aufgenommen werden und wie oft ein Keim im Krankenhaus erworben wird. Die Kenntnis dieser Ergebnisdaten sehen wir in unseren Kliniken schon heute als Grundlage und Maßstab eines effektiven Managements an.

 

Gibt es genug  Hygienefachkräfte in der Klinik?

Dr. Al-Mwalad: Die Helios Klinik Cuxhaven und das Helios Seehospital Sahlenburg erfüllen im vollem Umfang die Hygieneauflagen. Zwei Hygienefachschwestern in Vollzeit, neun Hygienebeauftragte Ärzte und ein Krankenhaushygieniker sorgen für die Einhaltung der Hygienerichtlinien in den beiden Cuxhavener Kliniken. Zudem gibt es auch in der Pflege besonders geschulte hygienebeauftragte Pflegekräfte.

Diese zahlenmäßige personelle Ausstattung der Kliniken mit Hygienepersonal folgt den Vorgaben des Robert-Koch Instituts (RKI). So haben alle Helios Kliniken für das Jahr 2016 von unserer Zentralen Krankenhaushygiene die genaue zahlenmäßige Vorgabe für ihr Hygienepersonal entsprechend RKI erhalten, diese gelten auch für 2017.

 

Wie oft schulen Sie ihr Personal?

Dr. Al-Mwalad: Helios folgt in seinem Hygienemanagement den Empfehlungen und Vorgaben des Robert Koch-Instituts und hat darauf aufbauend einen für alle Kliniken verbindlichen Leitfaden Krankenhaushygiene entwickelt. Für dessen Umsetzung ist jeder einzelne Mitarbeiter verantwortlich; für die Kontrolle sorgen speziell weitergebildete und geschulte Hygienefachschwestern und –pfleger sowie Krankenhaushygieniker. In den Kliniken finden regelmäßige Schulungen aller Berufsgruppen in der Basishygiene, insbesondere in der hygienischen Händedesinfektion statt. Alle neuen Mitarbeiter werden  gesondert in die Krankenhaushygiene eingeführt. Zu den verbindlichen Hygienemaßnahmen gehören bei Helios  auch die regelmäßige Schulung des Reinigungspersonals und regelmäßige Hygiene-vor-Ort-Kontrollen.