Im Ernstfall für Sie da: Behandlung in Akut- und Notfallsituationen in der Helios Klinik Cuxhaven
Auch in Zeiten von Corona

Im Ernstfall für Sie da: Behandlung in Akut- und Notfallsituationen in der Helios Klinik Cuxhaven

Cuxhaven

Das Thema Coronavirus und die Vorbereitung auf mögliche Patientenaufkommen scheint in diesen Zeiten vorherrschend in Krankenhäusern zu sein. Doch auch Patienten mit akuten Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen plötzlich auftretenden Erkrankungen müssen weiterhin unverzüglich medizinisch versorgt werden. In der Helios Klinik Cuxhaven ist die Behandlung in Akut- und Notfallsituationen rund um die Uhr sichergestellt. Die Ärzte appellieren an Betroffene, Warnsignale ernst zu nehmen und sich in medizinische Hände zu begeben.

Die Verunsicherung ist groß. Immer mehr Patienten meiden den Gang ins Krankenhaus - aus Angst, sich dort mit COVID-19 zu infizieren. Die Mediziner in der Helios Klinik warnen davor, Beschwerden zu verschleppen und raten, weiterhin ins Krankenhaus zu kommen. Dazu gehören Patienten mit Atemnot, Brustschmerzen, Krampfanfällen oder auch starken Schmerzen. "Wir haben die entsprechenden Kapazitäten, und alle relevanten Sicherheitsmaßnahmen ergriffen, um das Ansteckungsrisiko für Patienten und Mitarbeiter weitestgehend einzudämmen" erklärt Klinikgeschäftsführer Georg Thiessen.

Hinweisschilder zur Händedesinfektion und Abstandsregelungen sowie Schutzkleidung und das Tragen eines Mundschutzes für alle Mitarbeiter mit patientennahen Tätigkeiten, sind nur einige der Maßnahmen: „Sobald ein Patient mit Verdacht auf COVID-19 zu uns kommt, wird die Schutzkleidung noch deutlich verstärkt“, so Thiessen weiter. Auch wurden unlängst Isolationsräume in der Notaufnahme eingerichtet, in denen Patienten mit Verdacht auf COVID-19 gleich isoliert und unter Einhaltung der entsprechenden Schutzmaßnahmen untersucht werden.

Im Ernstfall zählt jede Minute – das weiß auch Manuel Burkert Chefarzt der Klinik für Notfallmedizin, Intensivmedizin und Palliativmedizin sowie Leiter der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme und Mitglied des Corona-Krisenstabs der Klinik. „Immer wieder erleben wir Patienten, die bei einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zögern, den Rettungsdienst über die Nummer 112 zu rufen“, so Burkert. Dabei gilt: Je früher ein Patient medizinisch versorgt wird, umso besser sind die Chancen, dass er einen Schlaganfall oder Herzinfarkt ohne größere Beeinträchtigungen übersteht. Daran hat sich auch in Zeiten von Corona nichts geändert. „Wir müssen den Menschen die Angst nehmen. Sie müssen wissen, dass sie im Ernstfall in unserem Krankenhaus gut und richtig versorgt werden“, erläutert Burkert weiter.

Bei Schlaganfall und Herzinfarkt nicht zögern

Typische Anzeichen für einen Herzinfarkt sind heftige Schmerzen im Brustkorb, die länger als 15 Minuten anhalten und in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer oder Oberbauch ausstrahlen können. Viele Patienten spüren außerdem ein Engegefühl oder heftigen Druck oder Brennen im Brustkorb. Weiterhin können Atemnot, Übelkeit, Brechreiz, Angst, Schwächegefühl, blasse Gesichtsfarbe, kalter Schweiß und Bewusstlosigkeit auftreten. „Auch bei atypischen Beschwerden, die bei körperlicher Ruhe mehr als fünf bis zehn Minuten anhalten, sollte der Rettungsdienst informiert werden“, so Burkert.

Denn: Während die Brustschmerzen bei Männern meist in die linke Körperhälfte ausstrahlen, haben Frauen eher Beschwerden im rechten Arm oder im rechten Schulter-/Rückenbereich. Bei Frauen treten häufiger Schmerzen, Ziehen und Druckgefühl im Oberbauch auf. Auch bewegungsabhängige Brustschmerzen, die aus der Wirbelsäule ausstrahlen, können bei Frauen ein Anzeichen für einen möglichen Herzinfarkt darstellen.

Bei Schlaganfallpatienten gilt: Dem Patienten auf gar keinen Fall etwas zu trinken oder zu essen geben. Infolge des Schlaganfalls kann das Schlucken beeinträchtigt sein, sodass der Betroffene im schlimmsten Fall ersticken könnte. „Zu den wichtigsten Symptomen, an denen man einen Schlaganfall erkennen kann, zählen eine plötzliche einseitige Lähmung, die eine gesamte Körperhälfte oder nur einen Arm, ein Bein oder eine Hand betreffen kann. Auch ein einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein oder Gesicht, ein einseitig herabhängender Mundwinkel und eine gelähmte Gesichtshälfte können auf einen Schlaganfall hindeuten“, so Burkert. Darüber hinaus gehören Sehstörungen wie verschwommenes, doppeltes oder eingeschränktes Sehen, Sprech- und Schluckstörungen, Störungen des Gleichgewichtes (unsicherer Gang und Schwindel) sowie plötzlich auftretende, extreme Kopfschmerzen, die zum Teil von Übelkeit begleitet werden, zu den Anzeichen eines Schlaganfalls.

 

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