Wirbelsäulenchirurgie und Kinderorthopädie

Fehlbildungen – Rückenmark und Nerven

Es gibt verschiedene Formen von spinalen Fehlbildungen, die zumeist auf eine Störung bei der Entwicklung des Rückenmarks zurückzuführen sind. Das Spektrum der verschiedenen Formen reicht dabei von keiner oder minimaler Beeinträchtigung bis zu schweren neurologischen Symptomen.

Beispiel „Tethered Cord“

Tethered Cord (übersetzt „angeheftetes Rückenmark“) beschreibt alle medizinischen Zustände, bei denen das Rückenmark mit seinen Hüllen oder mit Gewebe der Umgebung verwachsen ist und dabei Störungen aufweist.

Zugrunde liegen entweder angeborene Fehlbildungen des Rückenmarkes wie Meningomyelozele, Lipomeningomyelozele oder versteckte Störungen wie ein Spinales Lipom.

Besonders bei Kindern kommt ein „angeheftetes Rückenmark“ beim Wachstum unter mechanischen Stress, welches neurologische Symptome verursachen kann.

Selten kann es infolge von Narbenbildung nach einer Operation im Bereich der Lendenwirbelsäule dazu kommen, dass Ausläufer des Rückenmarks wie das Filum terminale durch einen fibrösen Strang mit der Rückenmarkshülle verwachsen.

Die Notwendigkeit zur neurochirurgischen Behandlung bei Tethered Cord ergibt sich bei Entwicklung von neurologischen Symptomen bzw. im Wachstumsalter zur Vermeidung von Schäden im weiteren Wachstum.