Narkoseverfahren und Narkosegespräch

Sie haben eine OP vor sich und haben Angst vor der Narkose? Wir klären Sie umfangreich auf und beantworten Ihnen jede Frage!

Unsere Experten arbeiten nach modernen Narkose- und Therapieverfahren. Welches für Sie infrage kommt, entscheiden wir gemeinsam und entsprechend Ihren individuellen Bedürfnissen.

Narkosegespräch

Vor jeder geplanten Narkose wird ein Narkosegespräch geführt. In der sogenannten Prämedikationssprechstunde wird ein Anästhesist, Ihrer Gesundheitssituation entsprechend, mögliche Narkoseverfahren vorstellen und Ihnen das geeignete Verfahren empfehlen.

Nach einer kurzen körperlichen Untersuchung wird er Ihnen den Ablauf der Narkose erklären und Ihnen helfen, sich optimal auf den Eingriff vorzubereiten. Sie haben nun die Gelegenheit, alle Fragen rund um Ihre Narkose zu stellen.

Narkoseverfahren

Unser Haus bietet nicht nur die klassische Allgemeinanästhesie für eine Operation an, sondern auch alle anderen modernen Narkoseverfahren wie regionale Betäubungsverfahren. Doch bevor Sie sich für eine der unten aufgeführten Narkoseformen entscheiden, werden Sie als Patient von einem erfahrenen Anästhesisten einen Tag vorher aufgeklärt. Dabei liegt die höchstmögliche Patientensicherheit in allen Bereichen unseres Hauses an oberster Stelle.

Unter einer Allgemeinanästhesie, oft auch Vollnarkose genannt, versteht man einen Tiefschlaf ähnlichen Zustand, der durch Medikamente hervorgerufen wird.

Viele Patienten entscheiden sich für eine Allgemeinanästhesie, weil sie die vorübergehende Bewusstseinsausschaltung als einen Vorteil empfinden. Angstgefühle und Schmerzempfinden werden so sicher unterbrochen. Unter pharmakologischen Gesichtspunkten setzt sich eine Allgemeinanästhesie heutzutage aus einer ganzen Reihe von hoch wirksamen und sicher steuerbaren Medikamenten zusammen, die vom Anästhesisten stets sorgsam und bedarfsgerecht kombiniert werden. Moderne Überwachungsgeräte erlauben eine kontinuierliche Beobachtung von Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffversorgung und Atemfunktion und unterstützen den Anästhesisten bei der sicheren Narkoseführung. All das trägt zur Einhaltung höchster Sicherheitsstandards bei.

Sie haben Angst vor der Narkose und nur einen kleinen Eingriff? Regionalanästhesie ist eine gute Alternative zur Vollnarkose! Hier wird nur bei eine bestimmten Körperregion das Schmerzempfinden ausgeschaltet – und dies bei völligem Bewusstsein. 

Mit Hilfe einer Injektionsspritze wird die entsprechende Körperregion zeitweilig betäubt. Die umliegenden Nerven werden so empfindungslos und schmerzbefreit.

Die Regionalanästhesie ist ein sicheres und für viele Operationen vorteilhaftes Verfahren. Wie bei einer Vollnarkose weicht auch hier ein Anästhesist nicht von Ihrer Seite und kann bei eventuellen Kreislaufproblemen, Unwohlsein, Angstgefühlen und bei Nachlassen der Betäubung sofort eingreifen. Wir unterscheiden zwischen zentraler und peripherer Regionalanästhesie. Bei beiden Verfahren bleiben Sie bei vollem Bewusstsein, spüren aber keinerlei Schmerzen.

Während des Eingriffs können Sie sich über Kopfhörer mit Musik vom Geschehen ablenken lassen. Auf Wunsch erhalten Sie auch ein leichtes Beruhigungsmittel und können so während der Operation etwas schlummern.

Welches Anästhesieverfahren für Sie am besten geeignet ist, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen im Narkosevorbereitungsgespräch.

Die zentralen Regionalbetäubungsverfahren erlauben schmerzfreie Eingriffe an der unteren Körperhälfte. Bei der Spinalanästhesie wird das Lokalanästhetikum mit einer sehr feinen Nadel in das Nervenwasser injiziert. Wenige Minuten später werden Sie im Bereich der unteren Körperhälfte keinen Schmerz mehr wahrnehmen und es stellt sich die Bewegungslosigkeit der Beine ein.

Bei der peripheren Regionalanästhesie schalten wir das Schmerzempfinden und das Bewegungsvermögen in einem Arm oder einem Bein aus. Durch die sogenannte Plexusanästhesie werden Nervenfasern mit Lokalanästhetika gezielt umspritzt. Dies geschieht mit Hilfe von Nervenstimulatoren oder Ultraschallgeräten. Die Medikamente können dabei einmalig gespritzt oder über einen Katheter kontinuierlich verabreicht werden. Ein Katheter kommt immer dann zur Anwendung, wenn auch nach der Operation mit anhaltenden Schmerzen gerechnet wird.

Was benötige ich für das Narkosegespräch?

  • Arztbriefe von vorherigen Krankenhausaufenthalten
  • Medikamentenplan
  • ggf. Schrittmacher-, Diabetiker-, Herz- und Allergiepässe