Hauseigene Knochenbank

Hauseigene Knochenbank

Seit über 20 Jahren führt das Helios Seehospital Sahlenburg eine eigene Knochenbank, um Knochenverluste bei Wechseloperationen zu kompensieren. Das Vorhalten von Knochenspenden hat sich über die Jahre bewährt. Regelmäßig durchgeführte Kontrollen durch das Gewerbeaufsichtsamt bestätigen die einwandfreie Arbeit mit der Knochenbank im Seehospital.

Als Fachklinik für Orthopädie führt das Helios Seehospital Sahlenburg jährlich zirka 500 Operationen an Gelenken durch. Um bei Prothesenwechseloperationen entstehende Knochensubstanzverluste jederzeit rekonstruieren zu können, verfügt die Klinik über eine eigene Knochenbank. Diese Knochenbank ist vergleichbar mit einem Archiv, in dem Spenderknochen, also Hüftköpfe, vorgehalten werden. Mit diesem Material werden Knochendefekte aufgefüllt. Der Spenderknochen wird nach und nach vom Körper integriert.

Hierfür steht seit 1996 dem Seehospital eine nicht kommerziell betriebene Knochenbank zur Verfügung, in der allogene – körperfremde – Knochentransplantate von Lebendspendern hergestellt werden.

Die Herstellung erfolgt entsprechend der Richtlinien des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesärztekammer zum Führen einer Knochenbank sowie dem Arzneimittelgesetz (AMG).

Im Rahmen einer Hüftprothesenoperation erfolgt die Gewinnung von Hüftköpfen von dafür geeigneten Lebendspendern, welche im Vorwege darüber ausführlich aufgeklärt und umfangreiche Laboruntersuchungen durchgeführt wurden, um der Sicherheit des Transplantates zu dienen.

Durch vorherige Abklärung bestimmter Spenderauflagen und die nach Entnahme des Knochens durchgeführten umfassenden Labortests garantiert das Seehospital eine hohe Qualitätssicherung.

Im Labor bereiten die Mitarbeiterinnen die Spenderknochen dann so auf, dass nur noch die Kalkstruktur übrig bleibt. Anschließend werden die Knochen bei minus 70 Grad gelagert. Die Einlagerung umfasst kaum mehr als zwei Jahre, da der Bedarf an Knochenersatzmaterial sehr groß ist.