Warum die Grillsaison gefährlich sein kann
Pressemitteilung

Warum die Grillsaison gefährlich sein kann

Burg

Die Sonne ist da und die Grillsaison auch. Dies ist leider auch die Zeit der Grillunfälle. Jeden Sommer werden in der Burger Region Kinder und Erwachsene mit Verbrennungen und Verbrühungen ärztlich versorgt, einige davon sind so schwer verletzt, dass sie stationär behandelt werden müssen.

Zum Anzünden eines Grillfeuers oder um das Feuer schneller in Gang zu bringen, sollte niemals Brandbeschleuniger wie Spiritus verwendet werden. „Gefährliche Verpuffungen mit meterhohen Flammenwänden oder Rückzündungen sind die Folge, wenn man Spiritus oder andere Brandbeschleuniger auf zu langsam brennende Grillholzkohle gießt – mit verhängnisvollen Folgen für alle umstehenden Personen“, warnt Dr. med. Jens Tylkoski. Vor allem Jugendliche sind häufig sehr unvorsichtig im Umgang mit dem Grill. Auch vermehrter Alkoholkonsum kann dazu führen, dass der Grillabend zum medizinischen Notfall wird.

Heiße Flüssigkeiten, wie zum Beispiel Öle, schädigen ab 52 Grad Celsius die Haut. Die Belastung durch Angst und Schmerz bei Verbrennungen ist enorm, denn die meisten Patienten erleben den Unfall bei vollem Bewusstsein. „Gefährlich wird es aber vor allem, wenn Patienten nach Verbrennungen nicht über Schmerzen klagen. In diesen Fällen sollte unbedingt der Rettungsdienst gerufen oder eine Notaufnahme aufgesucht werden“, erläutert der Unfallchirurg.

Je nach Schwere der Verbrennung ist sogar eine Hauttransplantation erforderlich. Die Haut ist nach Verbrennungen, wie zum Beispiel auch nach einem Sonnenbrand, für lange Zeit sehr empfindlich. Verbrennungsopfer leiden zudem unter starkem Juckreiz. Die psychische Belastung, mit den Narben leben zu müssen, hält unter Umständen ein Leben lang an. „Ein Grillunfall mit Brandbeschleunigern wie Spiritus ist zu hundert Prozent vermeidbar“, betont Dr. med. Jens Tylkoski.

Weitere Tipps für sicheres Grillen:
  • Grillgeräte kippsicher im Windschatten und in sicherer Entfernung von brennbaren Materialien aufstellen
  • Nur feste Grillanzünder aus dem Fachhandel verwenden, niemals Spiritus 
  • Den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen 
  • Den Grill nicht von Kindern bedienen lassen 
  • Kinder dürfen nicht in Reichweite des Grills spielen: Sicherheitsabstand von mindestens zwei bis drei Metern 
  • Grillfeuer und die Glut nach dem Grillen vollständig löschen und aus-kühlen lassen – auch dabei nicht unbeaufsichtigt lassen 
  • Einen Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten 
  • Brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen 
  • Nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Zimmer/in die Wohnung stellen – es besteht Vergiftungsgefahr!

Wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme bei Verbrennungen:

Die verbrannten Stellen sofort für 10 bis 15 Minuten mit Wasser (nicht kälter als 15°C) kühlen und den Notarzt rufen beziehungsweise den Arzt aufsuchen.

Die HELIOS Klinik Jerichower Land, Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Magdeburg, mit eigener Krankenpflegeschule im HELIOS Bildungszentrum Jerichower Land verfügt in acht Fachabteilungen und einer Belegabteilung über 241 Betten. Rund 340 Mitarbeiter versorgen jährlich über 11.000 stationäre Patienten.


HELIOS ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr  als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die HELIOS Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien.


In Deutschland hat HELIOS 112 Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 78 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 18 Präventionszentren und 13 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. HELIOS versorgt in Deutschland jährlich mehr als 5,2 Millionen Patienten, davon rund 1,3 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über 35.000 Betten, beschäftigt mehr als 72.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete in Deutschland im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. HELIOS ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“.


Quirónsalud betreibt 43 Kliniken, 39 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Die Gruppe ist in allen wirtschaftlich wichtigen Ballungsräumen Spaniens vertreten. Quirónsalud beschäftigt 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.


HELIOS gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. Sitz der HELIOS Unternehmenszentrale ist Berlin.

Pressekontakt

Katja Boese

Referentin PR/Marketing
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