Silvester ohne Verletzungen: Tipps für Ihre Sicherheit
Pressemitteilung

Silvester ohne Verletzungen: Tipps für Ihre Sicherheit

Burg

Silvester ohne Feuerwerk? Für viele undenkbar. Doch nicht selten kommt es zu Verletzungen, welche sich mit ein bisschen mehr Sorgfalt verhindern ließen. Oberarzt Thomas Klehm, Leiter der Zentralen Notaufnahme in der Helios Klinik Jerichower Land gibt Tipps zum richtigen Umgang mit Böllern und Raketen.

Schon kleine Knaller können großen Schaden an Haut und Gelenken anrichten. Die Ursachen für Unfälle sind vielfältig, denn bereits die unsachgemäße Handhabung der frei im Handel zu erwerbenden Knaller reicht für schwerste Verletzungen aus. Dazu kommen Mutproben, zu wenig Abstand zum Knaller oder verspätete Reaktionszeiten, etwa nach Alkoholkonsum. Noch gravierender sind allerdings die auf dem Schwarzmarkt gekauften oder selbst hergestellten Böller. „Aufgrund der fehlenden Sicherheitsvorgaben sind derartige Unglücke dabei fast schon vorprogrammiert. Zudem sind die Folgen, ob der deutlich größeren Explosionskraft auch meist verheerender“, so Thomas Klehm.

Darum sollte man mit Raketen, Knallern und Böllern besonders vorsichtig sein und unbedingt die Ratschläge von Experten beachten:

  • Kaufen Sie Feuerwerkskörper nur im Fachhandel! Lesen Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig und achten Sie auf das CE-Zeichen und die BAM-Prüfnummer (Bundesamt für Materialprüfung)!
  • Verwenden Sie keine selbst gebastelten oder manipulierten Feuerwerkskörper! Sie sind besonders gefährlich, da sie zu früh oder viel stärker explodieren können als erwartet.
  • Feuerwerkskörper sollten verschlossen und in einem sicheren Abstand gelagert werden. Tragen Sie niemals Feuerwerkskörper am Körper!
  • Wenn Sie Alkohol getrunken haben: Hände weg von Feuerwerkskörpern! Alkohol macht unvorsichtig.
  • Feuern Sie die Raketen und Knaller nur im Freien ab und Raketen niemals aus der Hand. Verwenden Sie standsichere Rohre oder Flaschen!
  • Blindgänger nicht nochmals zünden. Schützen Sie Kinder und Jugendliche, indem Sie nicht gezündetes Feuerwerk einsammeln!
  • Knaller und Böller gehören nicht in Kinderhände!



Erste Hilfe bei Verletzungen
Trotz der Vorsichtsmaßnahmen kommt es an Silvester häufig zu Verletzungen. Thomas Klehm, Leiter der Notaufnahme der Helios Klinik Jerichower Land sagt: „Besonders oft treten
Augenverletzungen und Verbrennungen auf.“ Und weiter: „Rettungsdienste und unsere Kollegen in den Rettungsstellen sind in der Silvesternacht rund um die Uhr im Einsatz.“ Wichtig sei aber nicht nur die Versorgung durch die Sanitäter, sondern auch eine richtige Erste Hilfe.

Bei kleineren Verbrennungen reicht es meist aus, wenn die Stelle mit Wasser zehn Minuten
gekühlt wird. Bei großflächigen Verbrennungen muss der Rettungsdienst über 112 gerufen werden. Blutende Wunden können mit Leitungswasser gesäubert werden. Thomas Klehm: „Wenn eine größere Verletzung vorhanden ist bzw. die Blutung nicht zum Stillstand kommt, sollte eine Versorgung in der nächsten Rettungsstelle erfolgen“. „Wenn Böllerunfälle zu Verletzungen an den Augen oder Ohren führen, können Sie nur sehr eingeschränkt erste Hilfe leisten. Hier ist nur der Experte der richtige Ansprechpartner.“ Mit Schäden an Ohr wie Auge ist nicht zu spaßen, so der Mediziner.

Pressekontakt

Katja Boese

Referentin PR/Marketing
Katja Boese
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