Medizin- und Fitness-Apps - Der tägliche Begleiter für mehr Gesundheit und Fitness
Pressemitteilung

Medizin- und Fitness-Apps - Der tägliche Begleiter für mehr Gesundheit und Fitness

Burg

Am 29. September ist Weltherztag. Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen seit Jahren unangefochten die Todesstatistiken an – und doch wissen die Deutschen erschreckend wenig über das Thema Herzgesundheit. Die gute Nachricht: Jeder hat tagtäglich aufs Neue die Chance, etwas für die Herzgesundheit zu tun.

Mit regelmäßiger Bewegung leistet man einen großen Beitrag für die Herzgesundheit. Medizin- und Fitness-Apps sind dabei eine große Chance in der Gesundheitsprävention. Gesundheitsapps und Fitnesstracker auf dem Smartphone werden immer beliebter. Dr. med. Tom Giesler, Chefarzt der Klinik für Kardiologie in der Helios Klinik Jerichower Land dazu im Interview.  

 

Welchen Beitrag können Fitness-Apps leisten?
Dr. Giesler: Grundsätzlich ist alles, was individuell funktioniert und motiviert gut: Medizin- und Fitness-Apps sind eine große Unterstützung in der Gesundheitsprävention. Regelmäßiger Sport und Bewegung sind wichtig und alles, was dabei hilft, können wir nur gutheißen. Dafür gibt es unzählige Fitness-Apps, die qualitativ immer besser werden und auf spielerische Art und Weise an das Thema heranführen.
Als Kardiologe empfehle ich mindestens 30 Minuten leichtes Training am Tag, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen, sowie um den Gesundheitszustand von Herzpatienten zu stärken. Studien zeigen, dass eine leichte sportliche Betätigung an mindestens fünf Tagen in der Woche einen deutlich positiven Effekt auf die Herzgesundheit hat und das Sterberisiko senkt.  
Für weniger technikaffine kann ein „Schrittzähler“ als Fitness-Armband oder die Lauf-App auf dem Handy ein guter Einstieg sein, um sich ausführlicher mit der eigenen Gesundheitsprävention zu beschäftigen und sich an den Trainingsplan zu halten. Hier gibt es auch kostenlose Versionen in den App-Stores.

Manchmal kann auch ein gewisser „Placebo-Effekt“ bei der Nutzung von Fitness-Apps wirken: wenn man beispielsweise durch „Schlaf-Tracking“ besser schläft, egal, ob wissenschaftlich nachweisbar oder nicht, dann ist das Ziel erreicht.

 

Wir bemerken in den letzten Jahren, dass in der Kardiologie zunehmend mehr Patienten mit Herz-Rhythmus-Störungen uns den Ausdruck ihrer Apple Watch vorlegen. Große Studien haben insbesondere bei der Erkennung von bestimmten Rhythmusstörungen wie Vorhofflimmern gezeigt, dass dies mit einer Smart Watch zuverlässig gelingt. Digitale Vorreiter und sehr engagierte Patienten finden sich aber beispielsweise auch in der Diabetologie. Hier gibt es gute Erfahrungen mit jungen Diabetes-Erkrankten, die per App ihren Blutzucker über so genannte kontinuierliche Blutzuckermessverfahren immer im Blick haben.

Dr. med. Tom Giesler, Chefarzt der Klinik für Kardiologie

Und in Zeiten von Corona – wie können Apps helfen?

Dr. Giesler: Ich glaube, dass während des Lockdowns, als die Fitness-Studios geschlossen hatten, vielen ihre Fitness-App geholfen hat, für zu Hause einen Trainingsplan zu erstellen und den Alltag etwas abwechslungsreicher zu strukturieren oder einfach nur den Tag mit der morgendlichen Yoga-Übung als Video-Tutorial zu beginnen.

Nicht zu unterschätzen ist die Corona-Warn-App der Bundesregierung als ein Baustein, um sein eigenes Infektionsrisiko einzuschätzen und Infektionsketten nachzuweisen. Eine Installation der App auf dem Handy kann ich jedem nur anraten.

Der positive Nebeneffekt der Coronapandemie ist, dass die Akzeptanz von Gesundheits- und Fitness-Apps sowie anderen digitalen Angeboten gestiegen ist. Patienten und Ärzte erkennen zum Beispiel immer mehr die Vorteile einer Hausarzt-Online-Sprechstunde oder ähnlicher digitaler Lösungen.