Geburtshilfe in Zeiten von Corona – Das müssen werdende  Eltern jetzt wissen
Pressemitteilung

Geburtshilfe in Zeiten von Corona – Das müssen werdende Eltern jetzt wissen

Burg

Die Geburt eines Kindes ist die schönste Erfahrung und ein besonderes und sehr emotionales Ereignis. Die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus und die steigenden Herausforderungen an das Gesundheitssystem besorgen aktuell viele Frauen, die ein Kind erwarten. Der Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe in der Helios Klinik Jerichower Land in Burg erklärt die wichtigsten Fragen, zitiert dabei teilweise die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

„Auch vor der Geburtshilfe macht das Corona-Virus nicht Halt. Um unsere werdenden Mütter und deren Familien zu schützen, haben wir vorsorgliche Maßnahmen festgelegt. Dennoch bemühen wir uns, den einzigartigen Augenblick der Geburt so individuell wie möglich zu gestalten“, so Dr. med. Hans-Jürgen Richter, Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe in der Helios Klinik Jerichower Land.

Sind Schwangere durch das Coronavirus besonders gefährdet?
„Nach aktuellem Kenntnisstand gibt es keinen Hinweis, dass Schwangere durch das Coronavirus gefährdeter sind als die allgemeine Bevölkerung. Deshalb zählen sie im Gegensatz zu Senioren oder Vorerkrankten auch nicht zur Risikogruppe", erklärt Dr. med. Hans-Jürgen Richter. Diese Einschätzung bestätigt auch das Bundesgesundheitsministerium: „Aus den bisherigen Untersuchungen geht hervor, dass eine Schwangerschaft keinen Einfluss auf die Schwere des Krankheitsverlaufs hat." Allerdings habe das Wissen um das neuartige Coronavirus noch Lücken. So gibt es bisher nur wenige Studien, in denen Schwangere mit Covid-19 untersucht wurden. Laut der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) wird erwartet, dass die große Mehrheit der Schwangeren nur leichte oder mittelschwere Symptome, ähnlich einer Erkältung aufweist.

Was kann ich tun, um mein Risiko, am Coronavirus zu erkranken, zu senken?
Es gelten die gleichen Hygieneempfehlungen und aktuellen Begrenzungen von Sozialkontakten wie sie derzeit für die Gesamtheit der Bevölkerung dringend angemahnt werden. „Für Schwangere gelten dieselben Ratschläge wie für andere Menschen auch“, so der Mediziner.

Wird das Coronavirus während der Schwangerschaft übertragen? Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf mein Baby, wenn bei mir eine Infektion diagnostiziert wird?
„Es gibt bislang auch keine Hinweise darauf, dass das Virus während der Schwangerschaft auf das Baby übertragen werden kann", sagt Richter. Das geht auch aus Informationen des Robert-Koch-Instituts und der WHO hervor. Frauen in der Schwangerschaft sollten weiterhin Vorsichtsmaßnahmen treffen, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Bei Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden sollten Frauen in der Schwangerschaft frühzeitig ihren Arzt um Rat fragen.
Eine Erkrankung oder der Verdacht auf eine Erkrankung am neuartigen Corona-Virus wirkt sich auch nicht auf die Form der Geburt aus. Das heißt, dass die Entscheidung für eine natürliche Geburt oder eine andere Form der Geburt nach denselben Kriterien erfolgt wie sonst auch.

Wie sollen sich Schwangeren verhalten, wenn sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden?

„Sollten Schwangere bzw. werdende Mütter mit Verdacht auf Corona oder einer bestätigten Corona-Erkrankung zu uns in die Kliniken kommen, werden sie räumlich separiert und nach der Geburt auf der Isolierstation untergebracht. Hierbei halten wir uns an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) für die geburtshilfliche Versorgung im Zusammenhang mit dem Corona-Virus“, sagt Chefarzt Dr. Richter.

Kann ich nach der Geburt mein Baby stillen, wenn ich selbst an dem Coronavirus erkrankt bin?
Das Stillen bietet viele Vorteile für die Mutter und das Neugeborene. Da über die Mutter-milch keine Atemwegsviren übertragen werden, kann eine an COVID-19 erkrankte Mutter unter Anwendung aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen weiter stillen.

Dennoch sollten sie Folgendes berücksichtigen, um ihr Neugeborenes vor einer Infektion zu schützen:

  • In der Nähe des Kindes sollten sie eine Atemschutzmaske tragen - auch während des Stillens.
  • Vor und nach dem Kontakt mit dem Kind sollten sie sich die Hände waschen – auch während des Stillens.
  • Kontaminierte Oberflächen sollten gereinigt und desinfiziert werden - so wie es immer geschehen sollte, wenn jemand mit bestätigtem oder vermutetem COVID-19 mit anderen Personen, auch mit Kindern, zusammenlebt.


Absage von Elterninformationsabenden
Zum Schutz der Patienten, Angehörigen und Mitarbeiter fallen bis auf Weiteres alle geplanten Veranstaltungen in der Helios Klinik Jerichower Land aus. Darunter fallen auch die Elterninformationsabende und Kreißsaalbesichtigungen, die in regelmäßigen Abständen in der Klinik stattfinden. Mit dieser Entscheidung folgt die Klinik der aktuellen Empfehlung des Robert-Koch-Instituts, wonach Veranstaltungen intensiv bewertet werden sollen.

Informationen zu Besuchen und Terminen

Bitte beachten Sie Folgendes: Rufen Sie uns an, bevor Sie uns aufsuchen,

  • wenn Sie Grippeähnliche Symptome (Fieber in den letzten 14 Tagen über 37.8 Grad oder Husten und Luftnot) hatten,
  • wenn Sie COVID Kontakt, entweder mit einem Menschen oder einem Gebiet, oder Kontakt in letzter Zeit mit gesichert SARS-CoV-2 Positiven hatten.
  • Telefon (03921) 96-1411


Untersuchungstermin: ohne Begleitperson

  • Aufgrund der aktuellen Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus, ist es Schwangeren derzeit nur gestattet, ohne Begleitperson zu den Untersuchungs-terminen in die Helios Klinik in Burg zu kommen.


Geburt: eine Begleitperson

  • Die Geburtsklinik unterstützt die werdenden Mütter bei dem Wunsch, ihren Partner oder eine andere Begleitperson zur Geburt mitzunehmen. Diesem Wunsch kommt das Klinikum aktuell auch weiterhin nach. Zu beachten gilt, dass lediglich eine Person als Begleitperson unter der Geburt zugelassen ist.

        Achtung:

  • Diese Person darf keine Erkältungssymptome aufweisen.
  • Sollten grippale Symptome bei der Begleitperson während der Geburt auftreten, muss sie aus Sicherheitsgründen von einer weiteren Teilnahme an der Geburt verzichten.
  • Nach der Geburt bleibt die Begleitperson auf dem Zimmer/der Station. Nach Verlassen des Krankenhauses ist ein erneuter Besuch nicht möglich.


Es handelt sich hierbei um vorsorgliche Maßnahmen. Die Helios Klinik Jerichower Land bittet Patienten und deren Angehörigen um Verständnis und aktive Mithilfe, um den Schutz der Gesundheit von Patienten und Mitarbeitern sowie ihrer Familien zu gewährleis-ten.

Weitere Informationen zum Thema Coronavirus


Wollen Sie sich über unsere Geburtshilfe informieren, dann besuchen Sie uns gern im Internet:    https://www.helios-gesundheit.de/kliniken/burg/unser-angebot/unsere-fachbereiche/geburtshilfe/ 

Haben Sie Fragen oder wollen Sie sich zur Vorbereitung oder Geburt anmelden? Dann rufen Sie gern im Kreißsaal an – T (03921) 96-1411


Pressekontakt

Katja Boese

Referentin PR/Marketing
Katja Boese
Telefon039 21 96 1931