Der Tag gegen den Schlaganfall: Symptome ernst nehmen und (das eigene) Leben retten
Pressemitteilung
Reagieren statt abwarten

Der Tag gegen den Schlaganfall: Symptome ernst nehmen und (das eigene) Leben retten

Burg

Am 10. Mai ist der bundesweite Tag gegen den Schlaganfall. Um das Leben von Pa-tienten zu retten, zählt im Ernstfall jede Sekunde. Ein Schlaganfall ist ein absoluter Notfall. Jährlich trifft er in Deutschland 270.000 Menschen – der Schlaganfall. Schon nach Minuten sterben unwiderruflich Nervenzellen ab.

Keine Zeit verlieren: die Symptome eines Schlaganfalls
Erleiden Betroffene einen Schlaganfall, wird ihr Gehirn infolge einer Durchblutungs-störung oder einer Blutung plötzlich nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Dies hat zur Folge, dass bereits nach wenigen Minuten Nervenzellen absterben, die sich im Anschluss nicht mehr regenerieren. In diesem Fall zählt für die Patienten jede Sekunde. „Je früher wir Schlaganfall-Patienten medizinisch versorgen, desto eher können wir dauerhafte Schäden vermeiden. Wer Symptome oder Warnzeichen des Körpers ignoriert, der riskiert das eigene Leben“, sagt Dr. med. Sven Kolfenbach, Chefarzt der Inneren Medizin in der Helios Klinik Jerichower Land.

Zu den typischen Symptomen eines Schlaganfalls zählen die einseitige Lähmung einer gesamten Körperhälfte, ebenso wie die plötzliche Lähmung eines Arms, eines Beins oder einer Hand. Aber auch ein einseitiges Taubheitsgefühl in Arm, Bein oder dem Gesicht, ein einseitig herabhängender Mundwinkel oder eine gelähmte Gesichtshälf-te deuten auf einen Schlaganfall hin. Weitere Warnzeichen sind Seh-, Sprech- und Schluckstörungen, doppeltes oder nur eingeschränktes Sehen, ein unsicherer Gang und Schwindelgefühl sowie plötzliche, starke Kopfschmerzen, die mit Übelkeit einhergehen. Sobald eines dieser Symptome auftritt, sollten Betroffene oder deren Angehörige nicht lange zögern, sondern schnellstmöglich die Nummer des Notrufs 112 wählen.

Gut zu wissen: die Risikofaktoren für einen Schlaganfall

„Zu den bekanntesten Risikofaktoren, die einen Schlaganfall begünstigen, zählen hoher Blutdruck, eine ungesunde Ernährung, Rauchen, Stress und Bewegungsmangel. Im Gegensatz zu Alter und Geschlecht, die ebenfalls zu den Risikofaktoren zählen, kann man einzelne Faktoren durch Medikamente oder gesunde Lebensführung und Er-nährung positiv beeinflussen und das eigene Schlaganfall-Risiko somit um bis zu 70 Prozent reduzieren“, erklärt Dr. Sven Kolfenbach. Und weiter: „Auch, wenn der Schlaganfall insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren betrifft, sollten alle auf Warnzeichen ihres Körpers achten und auch nur vorübergehende Funktionsstörun-gen ernst nehmen.“ So sind Männer, die einen Schlaganfall erleiden, im Durch-schnitt 68 Jahre alt, während Frauen mit im Durchschnitt 75 Jahren etwas älter, da-für aber auch stärker betroffen sind. Von den durchschnittlich 270.000 Schlaganfall-Patienten pro Jahr sind 55 Prozent Frauen. Es können aber auch jüngere Menschen betroffen sein. Risiken ergeben sich hier durch Gefäß- oder Bindegewebserkrankun-gen oder z.B. während einer Schwangerschaft oder die Einnahme von hormonellen Verhütungsmethoden wie der Anti-Baby-Pille insbesondere in der Kombination mit Rauchen.

Symptome richtig deuten mit dem FAST-Test
„Bemerken Angehörige, Freunde oder Bekannte Schlaganfall-Anzeichen bei einer anderen Person, so können sie mit Hilfe des FAST-Tests feststellen, ob der Betroffe-ne einen Schlaganfall erlitten hat. Ist eine der Test-Komponenten auffällig, oder sind sie unsicher sollte sofort ein Notarzt verständigt werden“, erklärt Dr. Kolfenbach.

Der FAST-Test besteht aus vier Komponenten:

  • Face (Gesicht): Bitten Sie den Betroffenen um ein Lächeln. Verzieht sich das Gesicht einseitig, deutet das auf eine Gesichtslähmung hin.
  • Arm (Arme): Bitten Sie den Betroffenen, die Arme nach vorne zu strecken und dabei die Handflächen nach oben zu halten. Sinkt der Arm ab oder dreht sich die Hand weist dies auf eine Lähmung hin.
  • Speech (Sprache): Bitten Sie den Betroffenen, einen einfachen Satz nachzu-sprechen. Gelingt dies nicht oder nur undeutlich, ist dies als Warnsignal zu werten.
  • Time (Zeit): Verlieren Sie keine Zeit und rufen Sie sofort den Notruf!


Im Ernstfall zählt jede Sekunde – darauf möchten auch wir im Rahmen des bundes-weiten Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai noch einmal verstärkt aufmerksam machen und auch in Zeiten von „social distancing“ an Betroffene und deren Angehörige appellieren, Warnzeichen ernst zu nehmen, schnell zu reagieren und damit (das eigene) Leben zu retten.

Pressekontakt

Katja Boese

Referentin PR/Marketing
Katja Boese
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