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Gesunde Ernährung während der Schwangerschaft

Gesunde Ernährung während der Schwangerschaft

Der alte Grundsatz, für zwei zu essen, stimmt nicht mehr. Auf eine bewusste, ausgewogene Ernährung kommt es in der Schwangerschaft an. Zahlreiche Tipps erhalten Sie hier.

Schwanger sein ist keine Krankheit. Was vorher gern gegessen wurde, kann mit kleinen Einschränkungen auch jetzt weiter genossen werden. Es sollte jedoch nicht für zwei gegessen werden, da der zusätzliche Bedarf an Energie in der Schwangerschaft nicht so groß ist, wie oft gedacht wird. Eine ausgewogene, vielseitige und möglichst vollwertige Ernährung, ergänzt durch Jod- und Folsäurepräparate, sind für Mutter und Kind die beste Versorgung. Wer sich gesund ernährt und auch gesund lebt, schafft für das Baby die beste Basis, sich optimal in den nächsten Monaten zu entwickeln.

Oft ändert sich im ersten Drittel der Schwangerschaft das Essverhalten. Einige Schwangere haben Heißhungerattacken, andere dagegen mögen nicht mehr essen und müssen sich regelrecht zwingen auf regelmäßige Mahlzeiten zu achten. Wer zwischen den Mahlzeiten immer wieder Appetit verspürt, sollte Obst und Gemüse essen und nicht auf Kuchen und Schokolade zurückgreifen. Unterwegs stillen Nüsse, Vollkornknäckebrot oder auch ein Apfel die Heißhungerattacke.

Ein Patentrezept gegen Übelkeit in den ersten Monaten gibt es leider nicht. Ab ca. dem 4. Monat verschwindet sie meist wieder von allein. Kleine Portionen am Tag, vor dem Aufstehen einen Zwieback, Knäckebrot oder Ähnliches essen und eine Tasse Ingwer-Tee trinken, kann hier bereits Linderung schaffen. Wer sich häufig übergeben muss, sollte vor allem auf ausreichend Flüssigkeit achten, um den Verlust auszugleichen. Ist die Übelkeit aber sehr stark und man muss sich häufig übergeben, ist ärztliche Hilfe von Nöten. Selten muss eine Behandlung in der Klinik erfolgen, um die Gesundheit der Schwangeren und eine gesunde Entwicklung des Kindes sicherzustellen.

 

  • Viel sollten sich Schwangere von kalorienfreien oder kalorienarmen Getränken sowie pflanzlichen Lebensmitteln ernähren (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte).
  • Mäßig sollten tierische Lebensmittel auf den Tisch kommen (fettarme Milch und Milchprodukte, fettarmes Fleisch, fettarme Wurstwaren, fettreiche Meeresfische, Eier).
  • Sparsam sollten Süßigkeiten, zuckerhaltige Getränke und Snackprodukte sowie Fette mit hohem Anteil gesättigter Fettsäuren (das sind vor allem tierische Fette wie Butter oder Schmalz) verzehrt werden. Verwenden Sie lieber Pflanzenöle (z.B. Rapsöl oder Olivenöl) als Fettquellen.
  • Verzichten sollten Sie auf Alkohol, denn dieser ist absolut verboten, da Sie damit Ihr Kind in hohem Maße schädigen. Auch bei rohem Fleisch, Fisch (Sushi) und Rohmilchprodukte ist Vorsicht geboten. Dadurch können Sie Ihr Kind mit Listerien (Bakterien) anstecken, die eine Fehlgeburt verursachen können. Eine weitere Gefahr geht vom Erreger der Toxoplasmose aus, der vor allem durch rohes (Mett) oder nicht vollständig durchgegartes Schweinefleisch übertragen werden kann. Meiden sollten Sie außerdem Innereien, da diese oft mit Schwermetallen belastet sind und für das Neugeborene zu hohe Mengen an Vitamin A enthalten.


In der Regel versorgt eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung Mutter und Kind ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen – mit Ausnahme von Folsäure und Jod. Bei diesen beiden Nährstoffen wird eine zusätzliche Einnahme empfohlen.

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