Geboren im Jerichower Land

Kaiserschnitt

Kaiserschnitt

In Deutschland kommt etwa jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt.

Egal, ob geplant oder nicht geplant: Ein Kaiserschnitt ist ein grösserer operativer Eingriff in Vollnarkose oder Regionalanästhesie, der bis zu 60 Minuten dauern kann.

Die Entscheidung für einen geplanten Kaiserschnitt fällt in der Regel schon während Schwangerschaft. Der Eingriff wir dann an einem vorher festgelegten Termin durchgeführt, noch bevor die Wehen beginnen. Gründe dafür können zum Beispiel Lebensgefahr für Mutter und/oder Kind oder eine ungünstige Lage des Kindes sein, welche eine natürliche Geburt unmöglich macht.

Ungeplante Kaiserschnitte sind meistens aus der jeweiligen Geburtssituation heraus notwendig. Die Geburt hat dann bereits begonnen, kann aber nicht mehr gefahrlos fortgeführt werden, zum Beispiel bei einem Geburtsstillstand, einer Verschlechterung der Herztöne des Kindes oder wenn bei der werdenden Mutter ein gefährlicher Bluthochdruck auftritt.

Eine weitere Form ist der Wunschkaiserschnitt, bei dem keine zwingenden Gründe für eine Kaiserschnittentbindung vorliegen.

Nach der Operation ist in der Regel ein stationärer Aufenthalt von einigen Tagen in der Klinik notwendig.

 

Häufige Fragen zum Thema Kaiserschnitt

Die Kaiserschnittrate ist zwar bei der zweiten Geburt höher, wenn die erste Entbindung schon per Kaiserschnitt erfolgte. Trotzdem ist ein Kaiserschnitt dann nicht zwingend notwendig.

Die Entscheidung für oder gegen einen Kaiserschnitt wird je nach Verlauf der Schwangerschaft bereits vor der Geburt festgelegt. Falls sich in der Schwangerschaft oder während der Geburt Komplikationen für Mutter und/oder Kind ankündigen, wird der Kaiserschnitt unumgänglich sein. In der Regel wir eine normale Geburt angestrebt.

Ein Wunschkaiserschnitt ist möglich, muss aber mit dem Frauenarzt bzw. mit den Ärzten der Geburtsklinik besprochen werden. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für einen Kaiserschnitt nur, wenn er medizinisch begründet ist.

Ein Kaiserschnitt ist für ein Früchchen der schonendste Weg ins Leben. Deshalb wird bei diesen Kindern häufig ein Kaiserschnitt durchgeführt. Ist das Baby reif genug für die Strapazen einer vaginalen Geburt, kann aber auch ein Frühgeborenes auf natürlichem Weg geboren werden.

Bei einem geplanten Kaiserschnitt wird in der Regel eine regionale Betäubung gelegt. Die Teilnarkose wirkt vom Bauch abwärts, und das schon nach wenigen Minuten. Die Frau kann die Geburt also bei vollem Bewusstsein miterleben.

Spätestens am Tag nach dem Kaiserschnitt können die Mütter mit etwas Hilfestellung schon aufstehen. Das erste Aufstehen ist meist mühevoll und leider auch etwas schmerzhaft. Dennoch sollten die Frauen so schnell wie möglich Ihren Kreislauf wieder in Schwung bringen. Nur solassen sich Komplikationen wie die Thrombose verhindern.

In der Klinik kontrolliert die Hebamme oder ein Mediziner, die Gebärmutter ab, um die Rückbildung zu kontrollieren. Häufig werden am ersten Tag noch Medikamente zur Gebärmutterkontraktion verabreicht. Auch nach einer Kaiserschnittentbindung gibt es den Wochenfluss, die Blutung ist aber geringer und dauert nicht so lange. Für die ersten Tage wird eventuell ein Schmerzmittel benötigt, denn bei jeder Bewegung, v.a. beim Aufstehen, ist der gesamte Operationsbereich noch sehr empfindlich.

 

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