Sportlich durch den Lockdown

Sportlich durch den Lockdown

Breisach am Rhein

Der winterliche Lockdown bringt viele Einschränkungen mit sich, so auch im Freizeitsport: Skipisten bleiben leer, Fitnessstudios geschlossen und Teamsport untersagt. Viele Sportbegeisterte zieht es daher in der kalten Jahreszeit auf die Straßen: Walken, Joggen, Radfahren ist die Devise. Worauf dabei zu achten ist und wie man verletzungsfrei durch den Winter kommt, erklären zwei Mediziner der Helios Rosmann Klinik Breisach.

Viele Wintersportbegeisterte freuten sich auf die kalte Jahreszeit. Doch nun bleiben neben Fitnessstudios auch Skipisten und Vereinstrainingsplätze geschlossen und Gruppensport untersagt. Individualsport im Freien ist während des Lockdowns vorerst erlaubt. So sieht man vermehrt Sportbegeisterte auf den Straßen der Region, sie walken, joggen oder genießen die Natur auf dem Rad und Ebike. „Das ist lobenswert“, freut sich Dr. Bernhard Walter, Chefarzt der Inneren Medizin und Ärztlicher Direktor der Breisacher Klinik und erklärt: „Sport generell und insbesondere an der frischen Luft unterstützt nicht nur das Herz-Kreislauf-System, den Erhalt der Muskulatur und die Stabilisierung der Gelenke, sondern ist auch für den Vitamin D Spiegel des Körpers wichtig.“ Um Verletzungen und Erkrankungen insbesondere an Muskulatur und Sehnen sowie am Herz-Kreislauf-System vorzubeugen, gilt es ein paar einfache Dinge zu beachten.

Gute Vorbereitung und warme Kleidung

„In der Kälte besteht ein gewisses Risiko in einer nicht aufgewärmten Muskulatur, was zu Muskel- und Sehnenverletzungen führen kann“, weiß Dr. Stefan Kleinert, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie und ergänzt: „Das gilt beim alpinen Wintersport genauso wie für jede weitere Sportart bei kalten Temperaturen.“ Wichtig sei daher eine Aufwärmphase vor der sportlichen Betätigung, wie beispielsweise zehn Minuten auf dem Hometrainer, ausreichend Dehnungsübungen und trockene, warme Kleidung. Ebenso sei zu empfehlen, die Ausstattung den Untergrundverhältnissen anzupassen. „Speziell im Winter besteht eine erhöhte Rutsch- und Sturzgefahr und dadurch ein gesteigertes Risiko für Knochen- und Gelenksverletzungen“, sagt der sportbegeisterte Orthopäde. Um die Atemwege und Bronchien vor eisiger Luft zu schützen, kann ein Tuch oder Schal vor Mund und Nase helfen. Auch das gezielte Atmen durch die Nase wärmt die Luft auf, bevor sie die Bronchien erreicht.

Nach dem Sport

Nach der sportlichen Aktivität sollte der Flüssigkeitshaushalt des Körpers wieder aufgefüllt werden. Hier sind isotonische Getränke empfehlenswert, die den Elektrolythaushalt ausgleichen. Weiterhin ist ausreichend Zeit für die Abkühlphase sinnvoll, um die Atmung und den Puls zu normalisieren, die Muskulatur zu dehnen sowie den Körper abzutrocknen. Erst dann sollte eine warme Dusche genommen werden. „Gerade nach sportlicher Aktivität sind auch kalt-warme Wechselduschen sinnvoll“, weiß Dr. Bernhard Walter, Chefarzt der Inneren Medizin und Ärztlicher Direktor der Klinik und ergänzt: „Wechselduschen wirken sich positiv auf das Immun- und Herz-Kreislauf-System sowie den Stoffwechsel aus und unterstützen den Körper bei der Wärmeregulierung.“

Bei Verletzungen gut versorgt

Zwar wird auf Seiten des alpinen Wintersports aufgrund geschlossener Liftanlagen mit weniger Verletzten gerechnet, so kann es aber auch bei Langlauf, Rodeln oder anderen Sportarten zu Verletzungen oder Beschwerden kommen. Verletzungen an Muskulatur und Sehnen können wohnortnah versorgt werden und sind meist ohne Operation behandelbar. Auch plötzlich auftretender Druck oder ein Brennen im Brustkorb sowie Atemnot bei frostigen Temperaturen sollten ernstgenommen und ärztlich untersucht werden. Personen mit Bluthochdruck, Herzschwäche, der koronaren Herzkrankheit oder auch tiefen Beinvenen-Thrombosen sollten große Anstrengungen bei Kälte vermeiden. „In erster Linie wünschen wir aber allen Sportbegeisterten eine gesunde und verletzungsfreie Wintersaison. Bleiben Sie fit und gesund“, wünschen Kleinert und Walter.

 


Die Kliniken Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt gehören seit 1998 zu Helios. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hält seit der Privatisierung der Kliniken 26 Prozent an der gemeinsamen Trägergesellschaft. Als Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald stehen sie für die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung rund um Freiburg im Breisgau. Die Kliniken behandeln zusammen jährlich etwa 21.000 stationäre und 38.000 ambulante Patienten. Insgesamt verfügen sie über 424 Betten und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, 128 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sechs Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.