Darmkrebsmonat März: Vorsorge rettet Leben

Darmkrebsmonat März: Vorsorge rettet Leben

Breisach am Rhein

Zum 20. Mal steht der Monat März in ganz Deutschland im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Ausgerufen von der Felix Burda Stiftung, der Stiftung Lebensblicke und dem Netzwerk gegen Darmkrebs e.V., soll der Darmkrebsmonat auf die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge aufmerksam machen. Dr. Bernhard Walter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin an der Helios Rosmann Klinik Breisach gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Kaum ein anderes Organ beschäftigt uns jeden Tag so sehr wir unser Darm, dennoch tabuisieren wir sehr häufig seine lebenswichtigen Funktionen. Dabei übernimmt der Darm neben der Verdauung viele weitere wichtige Aufgaben: Er spielt eine große Rolle bei unserer Immunabwehr und reagiert sehr sensibel auf unser psychisches Befinden. Wir können selbst viel dazu beitragen, unseren Darm zu schützen und ihn lange leistungsfähig und gesund zu erhalten.

Frühzeitige Diagnose ermöglicht meist komplette Heilung

Die Darmkrebsvorsorge wird für Männer ab dem 50. und für Frauen ab dem 55. Lebensjahr in einem Rhythmus von zehn Jahren empfohlen. Personen mit einer familiären Häufung von Dickdarmkrebs sollten sich bereits ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig untersuchen lassen. Eine der wichtigsten Maßnahmen sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen z. B. in Form einer Darmspiegelung, um möglichst früh Veränderungen der Darmschleimhaut oder sog. Polypen zu erkennen und diese frühzeitig zu entfernen. Tritt eine Veränderung auf, wird die nächste Vorsorgeuntersuchung je nach Befund und Ausmaß nach fünf oder bereits drei Jahren empfohlen. So lässt sich Darmkrebs in den meisten Fällen vollständig verhindern. Bei auffälligen Veränderungen ist eine möglichst frühe Darmkrebs-Diagnose außerdem die beste Voraussetzung für eine komplette Heilung.

Darmkrebsvorsorge genießt heute deutlich mehr Akzeptanz

Die Vorsorgeuntersuchung läuft für den Patienten heute wesentlich einfacher ab und genießt mehr Akzeptanz in der Bevölkerung als noch vor einigen Jahren. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. Zur Vorbereitung wird am Tag vor der Untersuchung sowie am frühen Morgen der Darmspiegelung eine Darmspüllösung zum Trinken verabreicht. „So entsteht eine ordentliche Darmreinigung und der Untersucher kann den Darm, nachdem dieser zur besseren Sicht mit Luft gefüllt wurde, in einem möglichst natürlichen Zustand beurteilen“, erklärt Dr. Bernhard Walter, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Inneren Medizin, die Untersuchung. Am Ende des beweglichen Darmspiegelgeräts befindet sich eine Lichtquelle sowie eine Kamera, welche eine vergrößerte Abbildung des Darms auf einen Bildschirm überträgt. „Eine Darmspiegelung sollte, wenn möglich, immer komplett vorgenommen werden. Ziel ist es, den gesamten Dickdarm sowie die ersten zehn Zentimeter des Dünndarms zu untersuchen“, sagt Walter. Der Patient spürt von all dem nichts: während der Untersuchung wird permanent ein Sedierungsmittel zugeführt, welches den Patienten schlafen lässt und nach dem Untersuchungsende ein schnelles Aufwachen nach fünf bis zehn Minuten ermöglicht. „Diese Sedierung ist ganz wichtig, da der Patient dadurch entspannt ist und keine Schmerzen spürt. Die Untersuchung ist dadurch auch für den Untersucher einfacher“, erklärt Walter.

Rotes Fleisch begünstigt Darmkrebs

Neben einer frühzeitigen Darmkrebsvorsorge trägt auch eine ausgewogene Ernährung zu einem gesunden Darm bei. Das Essverhalten in der westlichen Welt begünstigt in vielen Fällen das Darmkrebsrisiko: ein hoher Fleischkonsum, insbesondere rotes Fleisch, können Veränderungen der Darmschleimhaut beschleunigen oder beeinflussen. Besser sind Faserstoffe, wie Gemüse und Salate und generell eine ausgeglichene Ernährungsweise.

Darmspiegelung

Darmspiegelungen, die sogenannten Koloskopien, können in der Helios Rosmann Klinik Breisach auch ambulant durchgeführt werden. Eine Terminvereinbarung ist über das Sekretariat der Inneren Medizin möglich unter T (07667) 84 – 251. Darüber hinaus bietet die Klinik auf der Fachbereichsseite der Inneren Medizin informative Videos zum Thema Darmspiegelung: www.helios-gesundheit.de/breisach

Videos zur Darmkrebsvorsorge

Hier finden Sie informative Videos zur Darmkrebsvorsorge, in denen Dr. Bernhard Walter Antworten auf die wichtigsten Fragen gibt.

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Die Kliniken Breisach, Müllheim und Titisee-Neustadt gehören seit 1998 zu Helios. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald hält seit der Privatisierung der Kliniken 26 Prozent an der gemeinsamen Trägergesellschaft. Als Helios Kliniken Breisgau-Hochschwarzwald stehen sie für die wohnortnahe und kompetente medizinische Versorgung rund um Freiburg im Breisgau. Die Kliniken behandeln zusammen jährlich etwa 21.000 stationäre und 38.000 ambulante Patienten. Insgesamt verfügen sie über 424 Betten und beschäftigen rund 1.000 Mitarbeiter.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 120.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika. Rund 20 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2020 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,8 Milliarden Euro.

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