Wirbelsäulenchirurgie

Leistung: Deformitäten

Leistung: Deformitäten

Bei Verkrümmungen oder Verdrehungen der Wirbelsäule spricht man von Deformitäten. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichten gibt es viele konservative Möglichkeiten, Skoliose und weitere Deformitäten zu behandeln.

Eines meiner Spezialgebiete ist die Behandlung von Skoliosen, vor allem bei Patienten im Kindes- und Jugendalter.

Prof. Dr. med. Stefan M. Knöller

Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie
Prof. Dr. med. Stefan M. Knöller

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(07667) 84-230

Diagnose & Therapie

Bevor wir eine Therapie auswählen, führen wir eine umfassende Diagnostik durch. Die medizinischen Möglichkeiten reichen dabei von der Anamnese und klinischen Untersuchung mit Labor, bis hin zu den technisch unterstützten Diagnostiken, wie Röntgen, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Arthroskopie.

Auf Grundlage des individuellen Befunds, dem Stadium der Erkrankung sowie dem Alter und den Anforderungen des Patienten wählen wir gemeinsam mit Ihnen eine für Sie passende und individuelle Therapie aus. Diese kann konservativ oder operativ erfolgen.

Als Mittel der Wahl kommen - je nach Situation -  Krankengymnastik, ein Korsett oder eine angleichende Operation in Frage.

Das persönliche Gespräch ist gerade bei jungen Patienten äußerst wichtig. In seiner Sprechstunde beantworten wir gerne persönlich Ihre Fragen.

Skoliose, im Volksmund auch Wirbelsäulenverkrümmung genannt, ist eine Seitenverbiegung der Wirbelsäule mit gleichzeitiger Verdrehung der Wirbelkörper. Eine Skoliose wird, wenn sie unbehandelt bleibt, im Laufe der Zeit immer schlimmer. Bei Erwachsenen treten häufig Nebenwirkungen wie Störungen der Herz-, Lungen- und anderen Vitalfunktionen auf.

Ab einer Wirbelsäulenverkrümmung von zehn Grad nach Cobb spricht man von Skoliose. Bei leichten Skoliosen bis zu einem Winkel bis 20 Grad kommen konservative Methoden wie Physiotherapie und Krankengymnastik zum Einsatz. Ist die Verkrümmung größer, wird bei Kindern und Jugendlichen mittels Korsett behandelt, welches leider oft nicht regelmäßig getragen wird. Ab einem Winkel von größer 40 Grad raten die Mediziner zu einer Operation. Laut DSN (Deutsches Skoliose Netzwerk) ist eine bei Kindern und Jugendlichen diagnostizierte Skoliose zu 80 bis 90 Prozent idiopathisch, das heißt, die Ursache ist unbekannt. Man vermutet hormonelle, nervliche oder muskuläre Störungen. Die Verkrümmung bildet sich häufig in Wachstumsphasen und wird zwischen dem zehnten und zwölften Lebensjahr festgestellt. Mädchen sind viermal häufiger betroffen als Jungen.

Die Behandlung hängt vom Grad und der Geschwindigkeit ab, mit der sich die Skoliose verändert.

Bei einer vermehrten Krümmung der Wirbelsäule nach vorne spricht man von einer Kyphose oder auch Rundrücken. Im Jugendalter tritt diese Deformität häufig im Rahmen eines Morbus Scheuermann auf.

Im Erwachsenalter führen u.a. Brüche der Wirbelsäule (durch Unfälle oder Osteoporose) oder auch verschleißbedingte Veränderungen zu einer vermehrten Rundrückenbildung.