Fußchirurgie

Leistung: Senk- und Spreizfuß

Leistung: Senk- und Spreizfuß

Eine Veränderung der Anatomie der Füße führt zu Veränderungen der gesamten Fußstatik. Dies kann zu Fehlbelastungen und sekundären Veränderungen des Fußes führen.

Veränderungen der Anatomie der Füße führen dazu, dass im Laufe der Jahre Veränderungen der Fußstatik auftreten und Fehlstellungen entwickelt werden, Schmerzen in den Füßen auftreten und die Beschwerden mitunter unerträglich werden.

Bei beginnenden Beschwerden wird zunächst eine konservative Therapie angeboten. Diese besteht vorrangig aus Physiotherapie. Darüber hinaus können orthopädische Schuheinlagen Linderung verschaffen. Bei fortgeschrittenen Fehlstellungen, die bereits Sehnen und Gelenke in Mitleidenschaft gezogen haben, können chirurgische Eingriffe hinzugezogen werden. Ziel einer Operation ist, die Fehlstellung zu beseitigen oder zu vermindern, sodass weitere Schäden am Gelenk und an Sehnen verhindert werden können.

Diagnose & Therapie

Nach einer ausführlichen Diagnose besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die für Sie individuell passende Therapie. Die Experten unserer Fußchirurgie greifen auf langjährige Erfahrung zurück und bieten Ihnen ein breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten.

Häufige Fragen Senk- und Spreizfuß

Ein Senkfuß ist ein "Knickfuß". Hierbei liegt ein Spannungsverlust im Längsgewölbe des Fußes vor. Es entsteht eine Mehrbelastung am medialen Fußrand mit Überlastung der Sehnen und Kraftverlust beim Abstoßen. Der Senkfuß kann in einen Plattfuß übergehen. Zu den Beschwerden zählen Häufig Schmerzen auf der Innenseite des Fußknöchels, der im Einzelfall auch anschwellen oder sich entzünden kann. Kommt eine Fehlstellung der Ferse hinzu, werden unter anderem das Sprunggelenk und die dazugehörigen Bänder und Sehnen belastet.

 

 

Ein Spreizfuß ist ein "Plattfuß". Hier liegt ein Spannungsverlust im Quergewölbe mit einem Auseinanderweichen der Mittelfußknochen vor. Die Knochen am Mittelfuß schieben sich auseinander und die große Zehe verformt sich zunehmend. Häufig führt dies durch den vermehrten Sehnenzug zu einer Ballenzehe (=Hallux valgus). Diese Fehlbelastung der Füße bringt häufig einen Mittelfußschmerz (sog. Metatarsalgie) mit sich und kann vermehrt zu Schwielen und Hühneraugen führen.

Bei Senkfüßen liegt die Ursache häufig schon im Kleinkindalter, wenn sich das Gewölbe des Fußes nicht richtig aufrichtet. Hierbei handelt es sich oftmals um eine angeborene Veränderung der Fußanatomie. Bei Beschwerden im Erwachsenenalter liegt die Ursache zumeist in geschwächten Bändern und Sehnen. Neben einer untrainierten Fußmuskulatur können darüber hinaus auch Übergewicht oder Rheuma Auslöser eines Senkfußes sein.

Als Ursache von Spreizfüßen sind vor allem die Veranlagung und neuromuskuläre Veränderungen bekannt, insbesondere ein schwaches Bindegewebe, aber auch Übergewicht begünstigt die Entstehung eines Spreizfußes. Als weitere Ursache gilt -insbesondere bei Frauen- das Tragen von engen und hohen Schuhen. Dabei wird der Vorderfuß deutlich belastet und die Fußmuskulatur wird beeinträchtigt.

Im Anfangsstadium eines Senk- oder Spreizfußes bringen konservative Therapiemethoden oft Linderung. Hier können barfuß laufen, Physiotherapie und Fußgymnastik oder auch Schuheinlagen helfen, die Fußstellung zu verbessern.

Bei stark belasteten Gelenken sowie Bändern und Sehnen kann ein operativer Eingriff notwendig werden. Je nach Schweregrad der Fehlstellung werden unterschiedliche Operationsmethoden angewendet. Sowohl bei leichten als auch bei schweren Fehlstellungen wird das Gelenk durch das Verschieben des ersten Mittelfußknochens erhalten. Diese Operationen beseitigen zusammen mit Eingriffen an den Zehenweichteilen auch die Fehlstellung der großen Zehe. Welche Methode im Einzelfall die beste ist, wird nach der Untersuchung der Fußfehlstellung und anhand von Röntgenaufnahmen in einem ausführlichen und erläuternden Gespräch gemeinsam mit Ihnen besprochen und festgelegt.

Nach einer Operation bleiben Sie ein paar wenige Tage stationär in der Klinik und üben bereits kurz nach der Operation das Gehen mit den Kollegen der Physiotherapie. Sie erhalten einen sterilen Kompressionsverband sowie einen starren Schuh, mit dem Sie ihren operierten Fuß leicht belasten können. Anfangs sollten das Bein hoch gelagert und nur minimal belastet werden. Nach etwa sechs Wochen kann die Belastung des Fußes erhöht und der Schuh ggf. abgenommen werden. Der Zeitpunkt der vollen Belastung stimmen wir je nach individuellem Verlauf gemeinsam mit Ihnen ab.

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Hallux Valgus

Senk- und Spreizfüße begünstigen häufig auch einen Hallux valgus (Ballenfuß). Lesen Sie hier, wie wir einen Hallux valgus behandeln.

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