Telefonaktion

21.01.2021 | 17:30 - 18:30 Uhr Telefonaktion zum Thema Hand- und Fußchirurgie mit Dr. Victoria Lachenmaier und Dr. Jan Weerda unter T (07667) 84 - 555

(07667) 84-555
Fußchirurgie

Leistung: Hallux valgus

Leistung: Hallux valgus

Senk- und Spreizfüße führen häufig auch zu einem Ballenfuß (Hallux valgus). Diese Zehenfehlstellung kann oft sehr schmerzhaft sein.

Der Hallux valgus ist die häufigste Deformität des Fußes und tritt zumeist bei Frauen zwischen 50-70 Jahren auf. Diese entsteht häufig durch eine Fehlstellung der Füße, insbesondere durch einen Spreizfuß. Es handelt sich dabei um eine komplexe Fehlstellung des 1. Vorfußstrahls, der Winkel des 1. und 2. Strahls vergrößert sich (Intermetatarswinkel). Die Entstehung wird durch genetische Vorbelastung begünstigt und durch zu enges und meist hohes Schuhwerk gefördert.

Diagnose & Therapie

Nach einer ausführlichen Diagnose besprechen wir gemeinsam mit Ihnen die für Sie individuell passende Therapie. Die Experten unserer Fußchirurgie greifen auf langjährige Erfahrung zurück und bieten Ihnen ein breites Spektrum an therapeutischen Möglichkeiten.

Häufige Fragen zu Hallux valgus

Ein Hallux valgus ist ein "Ballenfuß". Es ist die häufigste Fehlstellung der Großzehe, sie kann im Laufe der Zeit zunehmen. Es entwickeln sich Druckschmerzen oder auch Gelenkverschleiß. Klinische Veränderungen zeigen sich am Abweichen der Großzehe nach aussen und gleichzeitiger Eindrehung derselben. Die Zugrichtungen der Sehnen verändern sich und verstärken die Verlagerung der Großzehe. Rötungen und schmerzhafte Druckstellen mit Schwielenbildung werden durch die Reibung an Schuhen gefördert. Die Großzehe kann beim Abrollvorgang nicht mehr richtig belastet werden und die Körperlast wird auf die Kleinzehen übertragen. Dies zeigt sich oft durch Schwielenbildung an der Fußsohle und unter den Kleinzehen.

 

 

Bei Ballenfüßen sind häufig Spreizfüße die Ursache, wenn die Mittelfußknochen auseinander weichen. Hierbei handelt es sich um eine Veränderung der Fußanatomie, die sich im Laufe der Zeit verstärken kann. Der erste und zweite Mittelfußknochen weichen V-förmig auseinander. Dabei wandert das Großzehengrundgelenk zum Innenrand des Fußes, wo es die Haut vorwölbt. Die Vorwölbung ist der Ballen. Die große Zehe weicht durch den Zug der Sehnen nach außen Richtung der kleinen Zehen ab. Am ballen kann sich als Reaktion auf den Schuhdruck ein Schleimbeutel bilden, der zu Entzündungen neigt. Druckstellen können selbst in ausreichend weitem Schuhwerk entstehen. Häufig sind auch Druckschmerzen und Schwielenbildung an der Fußsohle und unter dem zweiten Mittelfußkopf, das der Mittelfußknochen jetzt die Hauptlast des Fußes tragen muss.

Beschwerden und Schmerzen stimmen mit dem Grad der Fehlstellung nicht immer überein. Eine leichte Fehlstellung kann im Einzelfall schmerzhafter sein als eine fortgeschrittene.

Im Anfangsstadium eines Hallux valgus bringen konservative Therapiemethoden oft Linderung. Hier können Physiotherapie und Fußgymnastik oder auch Schienen und Schuheinlagen helfen, die Fußstellung zu verbessern.

Wirken die konservativen Behandlungsmethoden nicht mehr, kann ein operativer Eingriff notwendig werden. Je nach Schweregrad der Fehlstellung werden unterschiedliche Operationsmethoden angewendet. Sowohl bei leichten als auch bei schweren Fehlstellungen wird das Gelenk durch das Verschieben des ersten Mittelfußknochens erhalten. Diese Operationen beseitigen zusammen mit Eingriffen an den Zehenweichteilen auch die Fehlstellung der großen Zehe. Welche Methode im Einzelfall die beste ist, wird nach der Untersuchung der Fußfehlstellung und anhand von Röntgenaufnahmen in einem ausführlichen und erläuternden Gespräch gemeinsam mit Ihnen besprochen und festgelegt.

Bei leichtem bis mittlerem Ballenfuß wird die V-Osteotomie (siehe Bild) angewendet, wobei der erste Mittelfußknochen unterhalb des Gelenkköpfchens durchtrennt wird. Nach dem Lösen verkürzter Kapsel- und Sehnenstrukturen wird das ganze Gelenk in die gewünschte Stellung verschoben; die überstehenden Knochenteile werden entfernt. So kann das Gelenk meist wieder funktionieren. Die Knochenheilungszeit beträgt zirka fünf bis sechs Wochen, in dieser Zeit darf der Fuß in einem Spezialschuh belastet werden.

Ist Ihr Ballenfuß sehr ausgeprägt, muss ein sehr großer Winkel korrigiert werden. Dazu muss der erste Mittelfußknochen am körpernahen Ende umgestellt beziehungsweise mit dem angrenzenden
Knochen fixiert werden. Hier beträgt die Knochenheilungszeit sechs bis acht Wochen, in denen der Fuß nicht oder nur teilweise belastet werden darf.

 

Nach einer Operation bleiben Sie ein paar wenige Tage stationär in der Klinik.. Sie erhalten einen sterilen Kompressionsverband sowie einen starren Schuh, der Ihren operierten Fuß entlastet. Je nach Operationsmethode und Schwergrad dürfen Sie den Fuß nach fünf bis acht Wochen wieder leicht belasten. Der Zeitpunkt der vollen Belastung stimmen wir je nach individuellem Verlauf gemeinsam mit Ihnen ab.

doctor

Senk- und Spreizfüße

Senk- und Spreizfüße begünstigen häufig auch einen Hallux valgus (Ballenfuß). Lesen Sie hier, was wir bei Senk- und Spreizfüßen für Sie tun können.

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