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Nierentumorchirurgie: Offene Operation oder robotisches Verfahren?

In unserer Klinik bieten wir Ihnen beide Operationsverfahren und unsere Operateure verfügen über langjährige Expertise in beiden. Die Wertigkeit des Verfahrens ist hier vor allem abhängig von der Nierentumorgröße und seiner Lokalisation. Wir möchten Ihnen hier einen Überblick über die Vor- und Nachteile geben.

Das robotische Verfahren liefert einen Zugang zur Niere, der weniger belastend, weniger schmerhaft und mit einer geringeren Stressantwort des Körpers beantwortet wird. Beispielsweise bei Prostataoperationen verhält sich dies anders. Ein Nachteil ist jedoch, dass der Zugang des robotischen Verfahrens durch den sogenannten Darmbauch (transperitoneal) geführt werden muss, welcher beim offenen Verfahren gänzlich unberührt bleibt (extraperitoneal). 

Das robotische Verfahren ist damit ein exzellenter Weg, um kleine Nierentumoren, Nierenbeckenplastiken oder Nierenzysten zu operieren – schnell, wenig belastend und mit sehr guten Erfolgsraten.

Je nach Größe und Lage eines Nierentumors kann der nierenerhaltende Eingriff - auch unvorhersehbar - an Komplexität zunehmen, sodass sich die Vorteile des offenen Operierens bewähren. Das schnellere und komplexe Operieren in schwieriger Situation kann die Zeit, in der die Niere blutleer sein muss, verkürzen. Damit kann der Erhalt der Niere und ihre Funktion besser garantiert werden als bei einem robotischen Verfahren.

OFFENE OPERATION ODER ROBOTISCHES VERFAHREN?

Es gibt nicht die eine beste Methode. Es kommt auf eine persönliche, individuell abgestimmte Behandlung an, die dem Erhalt der Nierenfunktion Rechnung tragen muss.

Da wir in unserer Klinik über alle operativen Möglichkeiten verfügen, können wir Ihnen den für Sie besten medizinischen Weg aufzeigen. Wir beraten Sie, berücksichtigen Ihre persönliche Situation und Wünsche und entscheiden gemeinsam mit Ihnen, welches für Sie das bessere Verfahren ist – das robotische oder das offene.