Plötzlich entscheidungsunfähig

Unabhängig vom Alter können wir in Situationen geraten, in denen wir selbst keine Entscheidung mehr treffen können. Eine schwere fortschreitende Erkrankung, aber auch ein akutes Geschehen wie ein Unfall, ein Schlaganfall oder Herzinfarkt können Ursachen für Entscheidungsunfähigkeit sein. Um medizinische Maßnahmen einzuleiten, die Ihren Wünschen entsprechen, ist es für Ärzte und andere Personen hilfreich, Ihren Willen zu kennen und zu wissen, ob Sie z.B. einer Vertrauensperson im Rahmen einer Vorsorgevollmacht die Aufgabe übertragen haben, Ihren Willen zu vertreten.

Patientenverfügung kann helfen

In einer Patientenverfügung können Sie genau beschreiben, was Sie sich für eine solche Lebenssituation wünschen.

Mutmaßlicher Wille ist ausschlaggebend

Gibt es eine solche Verfügung nicht oder ist sie nicht konkret genug formuliert, wird der mutmaßliche Wille ermittelt. Dies kann durch die Kontaktaufnahme der Vertrauensperson geschehen, der Sie eine Vorsorgevollmacht gegeben haben, oder andere Personen, die Sie gut kennen. Gerade für Angehörige können dies schwierige Situationen sein, vor allem dann, wenn man nie darüber gesprochen hat. Gibt es niemanden im Umfeld, der z.B. dabei unterstützen kann eine Entscheidung zu treffen, wird ggf. ein Betreuer eingesetzt, der nun Ihre Belange vertritt.

Frühzeitig vorsorgen

Deshalb ist es ratsam, frühzeitig über diese Situationen nachzudenken, zu sprechen und Ihren Willen festzulegen, damit in Ihrem Sinne gehandelt werden kann.

Deshalb ist es ratsam, frühzeitig über diese Situationen nachzudenken, zu sprechen und Ihren Willen festzulegen, damit in Ihrem Sinne gehandelt werden kann