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Operative Möglichkeiten in der Adipositasbehandlung

Operative Möglichkeiten in der Adipositasbehandlung

Die Adipositasbehandlung ist eine Kombination aus konservativer und operativer Therapie - dazu gehören eine Ernährungsumstellung, Bewegung und ein verändertes Verhalten. Wenn diese ersten Schritte einer konservativen Therapie ausgeschöpft sind, bieten wir chirurgische/interventionelle Möglichkeiten an, Ihnen zu helfen.

Ergänzend zu den Grundfpeilern der Adipositasbehandlung - Bewegung, Verhalten und Ernährung - bieten wir folgende bariatrische Operationen an: 

Die Schlauchmagen-Operation („Sleeve-Gastrektomie“) ist die weltweit am häufigsten durchgeführte adipositaschirurgische Operation. Es wird ein Großteil des Magenvolumens entfernt, sodass nur noch ein bananenförmiger Schlauch verbleibt - daher der Name des Eingriffs. Der anatomische Weg der Nahrung und die Durchmischung mit Verdauungsäften von „Mund bis Po“ werden nicht verändert. Durch den Eingriff wird die Nahrungsmenge begrenzt und Sättigungshormone vermehrt ausgeschüttet. Dies führt zu einem geringeren Hunger- und gesteigerten Sättigungsgefühl. 

Den Magenbypass („Roux-en-Y-Magenbypass“) gibt es seit über 50 Jahren und ist der weltweit am zweithäufigsten durchgeführte adipositaschirurgische Eingriff. Ziel ist es dabei, den Speisebrei im oberen Magen-Darm-Trakt von den Verdauungssäften zu separieren. Der Magen wird durchtrennt und mit dem Dünndarm verbunden. Die modifizierte Anatomie verändert die Gewichtssteuerung zwischen Magen-Darm-Trakt und dem Gehirn und führt nicht nur zu einem geringeren Hunger- und gesteigerten Sättigungsgefühl, sondern stärkt auch die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse. Die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt verändern sich. Darüber hinaus kommt es zu einem Anstieg der Gallensäurespiegel, was einen Einfluss auf die Fettaufnahme und den Energieumsatz hat.

Beim Magenballon geht es tatsächlich um einen weichen, dehnbaren Ballon, der über eine Magenspiegelung in den Magen gelegt wird. Dort soll er Dehnungsrezeptoren reizen und zu einem Sättigungsgefühl führen. Hierdurch kommt es zu einer verringerten Nahrungszufuhr. Es ist ein nicht-invasives Verfahren zur Gewichtsreduktion. Die Therapie lässt sich rückgängig machen und wiederholen.

Das steuerbare Magenband („gastric banding“) schränkt kurz gesagt die Nahrungsaufnahme ein. Das Band trennt unter der Speiseröhre ein kleines Reservoir vom Hauptmagen ab. Das Band lässt sich über ein Schlauchsystem aufblasen und somit individuell justieren.