Klinik feiert 125-jähriges Bestehen
Pressemitteilung

Klinik feiert 125-jähriges Bestehen

Oschersleben

Die Helios Bördeklinik feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Anlass genug, zurückzublicken. In unserer vierteiligen Reihe laden wir zum Streifzug durch die Geschichte ein. Zum Abschluss laden wir alle Freunde, Förderer und die Öffentlichkeit zum großen Tag der offenen Tür ein.

Am 18. April 1984 eröffnet in der Triftstraße in Oschersleben das Kreiskrankenhaus. Mit zunächst 50, später 60 Betten, versorgt es Patienten des Kreises. Es gibt eine Küche, einen Wirtschaftsraum und einen Operationssaal. „Zu Beginn gibt es mit Dr. Esau einen chirurgischen Arzt, Dr. Ostermann ist Internist und zugleich königlicher Kreisarzt“, berichtet Dr. Heike Bien, Ärztliche Direktorin der heutigen Helios Bördeklinik. Bis zur Bombardierung wird das Krankenhaus Stück für Stück erweitert, zuletzt hat es 160 Betten. Dann, am 20. Februar 1944, zerstören Fliegerbomben den Bau. „Vermutlich galt der Angriff den AGO Flugzeugwerken, die nur wenige hundert Meter vom Krankenhaus entfernt waren. Die Klinik wurde dabei nicht vollständig zerstört. Aus Angst vor erneuten Angriffen, evakuierte man jedoch vorsorglich“, erzählt Dr. Bien.

Doch wohin mit Patienten, Personal und Ausstattung?

Die im nahen Neindorf ansässige Familie von der Asseburg stellt kurzfristig ihr Schloss zur Verfügung und weicht in den Seitenflügel aus. „Ab März 1944 war das Schloss als Krankenhaus eingerichtet, der Patiententransport erfolgte mit dem Pferd und Wagen. Die Schwestern kamen größtenteils mit dem Fahrrad oder Fuß“, berichtet die Ärztliche Direktorin.
Der Klinikbetrieb wird mit OP, internistischen und chirurgischen Stationen, getrennt für Frauen und Männer, im Schloss weitergeführt. Nach und nach eröffnen Außenstationen in Jakobsberg, Gröningen, Wegeleben und Wilhelmshall. 1953 wird auch ein regelmäßiger Busverkehr nach Neindorf eingerichtet. 1970 erreichte die Geburtenzahl ihren Höhepunkt mit 769 Geburten. Es folgen zahlreiche Leistungserweiterungen und Umbauten, viele Chefärzte, die das Haus prägten, neue Medizintechnik. „Heute sind wir eines der modernsten Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt, versorgen jährlich rund 10.000 Patienten stationär und etwa 13.000 ambulant.“

Klinik feiert Geburtstag am 24. August


Im August lädt die Klinik die breite Öffentlichkeit ein, das große 125-jährige Jubiläum zu feiern. „Wir freuen uns auf Besucher jeden Alters und bieten großen und kleinen Entdeckern ein umfangreiches Programm“, freut sich auch Klinikgeschäftsführer Michael Lange. Es werden Führungen durch den Operationssaal und die Funktionsbereiche angeboten und moderner Ultraschall vorgeführt. Für Kinder bietet die Klinik das „Mediziner-Abzeichen“: „Wer erfolgreich am Kuscheltierröntgen, der Gummibärchen-OP, dem chirurgischen Nähen und der Reanimation teilnimmt, erhält von uns das große Mediziner-Abzeichen“, erklärt Dr. Bien.


Mit einem Kinderfest ist auch für Attraktionen außerhalb der Klinik gesorgt. Hüpfburgen, Clown-Programm, Kinderschminken, Zuckerwatte und Popcorn sowie viele weitere Attraktionen warten auf die kleinen Besucher. „Wer möchte, kann Ballontiere basteln oder bei der Jonglage zuschauen“, so Lange weiter.


Für das leibliche Wohl sorgen Food Trucks, die unter anderem Magdeburgs berühmteste Bratwurst, den Lemsdorfer Lümmel, anbieten. Viele weitere heiße und kalte Spezialitäten stehen am Tag der offenen Tür bereit. „Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher, Freunde, Förderer und natürlich auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik mit Familie. An unserem Tag der offenen Tür möchten wir gemeinsam mit allen unser Jubiläum feiern“, sind sich Dr. Heike Bien und Michael Lange einig.

Tag der offenen Tür am 24. August von 10 Uhr bis 14 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Parkplätze sind auf dem öffentlichen Gelände vor der Klinik ausreichend vorhanden.