Besucherregelung

Es gilt: Jeder Besucher, auch vollständig geimpfte oder genesene Personen, benötigt den Nachweis eines tagesaktuellen negativen Antigen-Schnelltests.

Weitere Informationen finden Sie hier.

036459 5-0
Ein Harnkatheter stellt immer auch ein Infektionsrisiko dar
Gesundheitstipp

Ein Harnkatheter stellt immer auch ein Infektionsrisiko dar

Blankenhain

Blasenkatheter werden zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt und sollen den Urin aus dem Körper ableiten. Primär kommen Katheter zum Einsatz, wenn der Patient an einer Blasenentleerungsstörung leidet. Doch auch bei Harninkontinenz werden häufig Katheter gelegt, um den pflegerischen Aufwand zu minimieren. Dr. Xaver Krah, urologischer Chefarzt und ärztlicher Direktor der Helios Klinik Blankenhain erklärt, warum das Nachteile hat.

„Jeder Blasenkatheter ist nach spätestens vier Tagen mit Bakterien besiedelt. So lange dieser keine Beschwerden auslöst, braucht und sollte man nicht mit einem Antibiotikum behandeln“, sagt Dr. Xaver Krah. Die Möglichkeit einer Infektion bestehe aber immer. Deshalb spricht sich der Urologe dafür aus, bei Harninkontinenz statt eines Katheters Vorlagen oder Windeln zu verwenden.

Dies wird durch eine deutschlandweit gültige Leitlinie der medizinischen Fachgesellschaften gestützt. „Für die Pflegekräfte ist der Aufwand zwar größer, weil die Einlagen regelmäßig gewechselt werden müssen, der Patient hat jedoch nur Vorteile.“ Erstens erspare er sich die Schmerzen und Blutungen, die bei verstopften Kathetern häufig vorkommen. Und zweitens würden Harnwegsinfekte, die besonders bei Dauerkathetern häufig auftreten, vermieden. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Blasentumors bei langfristiger (mehrere Jahre) Katheterversorgung.

 

Dr. Xaver Krah mit einem Harnkatheter wie er zum Beispiel in der Helios Klinik Blankenhain verwendet wird.

Sollte ein Dauerkatheter jedoch medizinisch notwendig sein, dann sei bei Männern ein Bauchdeckenkatheter die bessere Wahl, so Krah. Hierbei wird in örtlicher Betäubung oder einer kurzen Narkose per Punktion ein Katheter durch die Bauchdecke bis in die Blase eingelegt. Dadurch wird das Risiko für Harnröhrenkomplikationen oder Entzündungen der Prostata und ableitenden Samenwege reduziert.  

Wichtig sei für alle Patienten mit Harnkathetern ausreichend (etwa zwei Liter) pro Tag zu trinken, um durch den permanenten Urinfluss Katheterverstopfungen vorzubeugen.  

Pressekontakt

 

Sandra Daneyko

Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: (036459) 5-29 47

E-Mail: sandra.daneyko@helios-gesundheit.de