Was ist Schmerz?

Schmerz ist eine sehr unangenehme, zugleich aber besonders wichtige Wahrnehmung. Ob stechend, schneidend, klopfend, bohrend oder brennend – er warnt unseren Körper vor größeren äußeren oder inneren Schäden, die womöglich gerade entstehen.

Anhaltende Schmerzen können den Menschen quälen, ja sogar krank machen. Sie ziehen auf Dauer nicht nur die Funktion der Sinnes- und Körperorgane in Mitleidenschaft, sondern auch die seelische Verfassung der Betroffenen.

Schmerzen können unterschiedlich stark sein. Ihre Intensität lässt sich anhand einer Skala beurteilen, wobei meist die Numerische Ranking Skala (NRS) zur Anwendung kommt.

Schmerzen müssen Sie nicht aushalten. Melden Sie sich bei uns, damit wir Ihnen rechtzeitig helfen können.

 

Ursache - Beschwerdebild

Akute Schmerzen erfüllen eine lebenswichtige Funktion. Sie zeigen an, dass ein starker Reiz den Körper schädigt oder geschädigt hat, und alarmiert ihn, den schmerzauslösenden Einfluss zu vermeiden oder (etwa durch eine ärztliche Behandlung) abzustellen. Typische Beispiele für solch intensive Schmerzen sind Schmerzen bei akuten Entzündungen sowie der Wundschmerz bei Verletzungen oder nach Operationen.

Chronische Schmerzen sind meist weniger heftig, halten dafür aber beständig an oder kehren immer wieder. Mitunter entwickeln sie sich zu einem eigenständigen Krankheitsbild, das individuell behandelt werden muss. Sonst können die anhaltenden Beschwerden zu Verhaltensänderungen bis hin zu Depressionen führen. Unter chronischen Schmerzen leiden vor allem Patienten mit orthopädischen Krankheiten und besonders häufig Tumorpatienten.

 

Schmerzbehandlung im Krankenhaus

Schmerzen sollten vorübergehend stationär, das heißt im Krankenhaus, behandelt werden, wenn

  • spezielle Therapieverfahren es erfordern, dass ein Arzt täglich vor Ort und rasch verfügbar ist, z.B. bei Infusionstherapie oder Katheterverfahren
  • für die Gabe von Schmerzmitteln die richtige Dosis oder die richtige Kombination mit anderen Medikamenten gefunden werden muss
  • Nerven oder tiefliegende Nervenstrukturen betäubt werden müssen
  • Schmerzen unklarer Ursache durch Ärzte verschiedener Fachgebiete gemeinsam in einer sogenannten klinischen Schmerzkonferenz abgeklärt werden sollen
  • Eine begleitende Schmerztherapie erforderlich ist, insbesondere bei Tumorpatienten oder Patienten mit außergewöhnlich intensiven Schmerzen nach Gelenkoperationen
  • Patienten mit Schmerzmittelsucht im Krankenhaus entwöhnt werden müssen

  

Behandlungsmethoden

Ihre Schmerzen zu lindern ist ein wesentliches Anliegen aller Ärzte und Pflegekräfte, die Sie im Krankenhaus betreuen. Zu diesem Zweck bieten wir Ihnen folgende Methoden und Verfahren an:

  • tägliche Visiten, um die Schmerzursache herauszufinden
  • schmerzlindernde Medikamente, die je nach ihrem Bedarf in regelmäßigen Abständen als Tabletten, Injektionen oder Infusionen und als Schmerzpumpen gegeben werden können
  • moderne Methoden der örtlichen Betäubung, indem z.B. Arzneimittel durch sehr dünne, in die Nähe von Nervenfasern gelegte Schläuche (sogenannte Schmerzkatheter) verabreicht werden
  • pflegerische und physiotherapeutische Maßnahmen wie Kühlen, Wärmen, Lagern oder Krankengymnastik

Informieren Sie uns, damit wir mit Ihnen gemeinsam Ihre optimale Schmerztherapie gestalten können.

Wenden Sie sich bitte bei allen Fragen vertrauensvoll an unser Behandlungs- und Pflegeteam.